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Komitee gegen Projekt «Rosengarten» reicht Volksreferendum ein

Der «Rosengarten» dürfte vors Volk kommen: Das Komitee «Rosengartentunnel NEIN», zu dem SP, Grüne, GLP, AL und der Verkehrsclub VCS gehören, hat am Mittwoch über 5000 Unterschriften beim Kanton eingereicht.

Der Widerstand gegen das Rosengarten-Projekt – hier ein am 23. März im Rahmen einer Kundgebung in Zürich angebrachtes Transparent – manifestiert sich in einer Volksinitiative.
Der Widerstand gegen das Rosengarten-Projekt – hier ein am 23. März im Rahmen einer Kundgebung in Zürich angebrachtes Transparent – manifestiert sich in einer Volksinitiative.
Keystone

Für das Zustandekommen der Initiative gegen das Projekt «Rosengarten» müssen 3000 der am Mittwoch eingereichten Unterschriften gültig sein.

Die Unterschriften seien in nur einem Monat zusammengekommen, teilte das Komitee mit. In den Gesprächen sei viel Kritik gegen diese «Verkehrsplanung aus den 70er Jahren» laut geworden. Es sei eine Planung, die viel koste, aber nichts bringe. Bei vielen, die unterschrieben hätten, seien auch die exorbitanten Kosten auf Unverständnis gestossen, schreibt das Komitee weiter. Für die Beruhigung von rund 700 Metern Strasse sollen 1,1 Milliarden Franken ausgegeben werden.

Keinen «Plan B»

Die Bürgerlichen warnten in der Kantonsratsdebatte davor, dass bei einem ablehnenden Entscheid des Volkes der desolate Ist-Zustand auf Jahre weiter bestehen werde. Auch FDP-Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betonte, dass es «keinen Plan B gibt» und die heutige Situation bestehen bleibe.

Über die Rosengartenstrasse fahren durchschnittlich 56'000 Fahrzeuge pro Tag. Die Strasse wurde 1972 als Provisorium der Westtangente in Betrieb genommen, ist aber längst zur Dauerlösung geworden. Mit dem vorliegenden Projekt soll der Verkehr durch einen 2,3 Kilometer langen Tunnel geleitet werden.

Der alte Dorfkern Wipkingens mit der Rosengartenstrasse von oben herab fotografiert (vor 1910). Hinten die Schlote des Industriequartiers hinter dem Escher-Wyss-Platz.
Der alte Dorfkern Wipkingens mit der Rosengartenstrasse von oben herab fotografiert (vor 1910). Hinten die Schlote des Industriequartiers hinter dem Escher-Wyss-Platz.
PD
Idylle anno 1910: Die Rosengartenstrasse schlängelte sich zum Käferberg hoch. In der Bildmitte die Abzweigung zum Weihersteig Richtung Kirche. Das Haus zum Rosengarten rechts im Bild hat der Strasse den Namen gegeben.
Idylle anno 1910: Die Rosengartenstrasse schlängelte sich zum Käferberg hoch. In der Bildmitte die Abzweigung zum Weihersteig Richtung Kirche. Das Haus zum Rosengarten rechts im Bild hat der Strasse den Namen gegeben.
Sammlung Ernst Sutter
Die Situation auf der Flugaufnahme 1921, links die Rosengartenstrasse. Rechts auf dem Bild ist die Bahnlinie mit Tunneleingang zu sehen, unten die Nordstrasse.
Die Situation auf der Flugaufnahme 1921, links die Rosengartenstrasse. Rechts auf dem Bild ist die Bahnlinie mit Tunneleingang zu sehen, unten die Nordstrasse.
Sammlung Ernst Sutter
Auch weiter unten immer noch kurvig durch den alten Dorfkern Wipkingens: Die Rosengartenstrasse anno 1931.
Auch weiter unten immer noch kurvig durch den alten Dorfkern Wipkingens: Die Rosengartenstrasse anno 1931.
Sammlung Ernst Sutter
1934 musste der Dorfkern weichen, die Rosengartenstrasse wurde begradigt. Gut zu erkennen ist die Bresche, die fortan Wipkingen teilen sollte.
1934 musste der Dorfkern weichen, die Rosengartenstrasse wurde begradigt. Gut zu erkennen ist die Bresche, die fortan Wipkingen teilen sollte.
Sammlung Ernst Sutter
Trotzdem war sie noch eine Quartierstrasse: Hitzetag im Jahr 1952.
Trotzdem war sie noch eine Quartierstrasse: Hitzetag im Jahr 1952.
ETH-Bibliothek/Comet Photos
1970 war die Hardbrücke noch im Bau, 1972 wurde die Westtangente eröffnet.
1970 war die Hardbrücke noch im Bau, 1972 wurde die Westtangente eröffnet.
ETH-Bibliothek/Comet Photos
Stau bereits in den späten 1970er-Jahren.
Stau bereits in den späten 1970er-Jahren.
ETH-Bibliothek/Comet Photos
Die Blechlawine rollte schon in den Siebzigerjahren.
Die Blechlawine rollte schon in den Siebzigerjahren.
ETH-Bibliothek/Comet Photos
Der Verkehr über die Hardbrücke beim Wipkingerplatz (1985).
Der Verkehr über die Hardbrücke beim Wipkingerplatz (1985).
Keystone
Luftaufnahme aus dem Jahr 1993.
Luftaufnahme aus dem Jahr 1993.
ETH-Bibliothek/Comet Photos
Auf der Rosengartenstrasse wurde immer wieder gebaut (2015).
Auf der Rosengartenstrasse wurde immer wieder gebaut (2015).
Patrick B. Krämer, Keystone
Der Traum vieler Anwohner: Verkehrsfreie Rosengartenstrasse während einer Sperrung.
Der Traum vieler Anwohner: Verkehrsfreie Rosengartenstrasse während einer Sperrung.
Sophie Stieger
In den 1930er-Jahren fuhr noch ein Tram die Rosengartenstrasse hinauf. Links die Rosengartenstrasse 1 – der Turm des Kirchgemeindehauses, des ersten «Hochhauses» Wipkingens.
In den 1930er-Jahren fuhr noch ein Tram die Rosengartenstrasse hinauf. Links die Rosengartenstrasse 1 – der Turm des Kirchgemeindehauses, des ersten «Hochhauses» Wipkingens.
PD
Das Tram fuhr dann die Röschibachstrasse hinauf.
Das Tram fuhr dann die Röschibachstrasse hinauf.
PD
Dieses Tram fuhr Richtung Höngg.
Dieses Tram fuhr Richtung Höngg.
PD
Die Tramschlaufe und Bushaltestelle Röschibachplatz plus Restaurant Nordbrücke (1927).
Die Tramschlaufe und Bushaltestelle Röschibachplatz plus Restaurant Nordbrücke (1927).
Sammlung Ernst Sutter
Tramschleife Nordbrücke (ab 1914).
Tramschleife Nordbrücke (ab 1914).
Sammlung Ernst Sutter
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(SDA)

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