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«Geht nicht gibt es nicht»

Anikó Donáth: «Komödie ist eine dramatisch ernste Sache, zumindest bis das Stück bühnenreif ist».

Anikó Donáth, Sie kommen ­gerade von der Aufzeichnung des TV-Formates «Boser & ­Böser» (TeleZüri). Sind Sie noch böser oder schon lieber?

Oh, nun denn . . . Sie agieren in Musicals, Komödien, Filmen, ­amten als Synchron- und Werbesprecherin und treiben es mit ­Exfreundinnen bunt auf Bühnen. Tanzen also auf verschiedenen Hochzeiten – ausser der eigenen. Ist es die Vielfalt, welche Sie an dieser Berufung reizt?

Ist es noch immer – auch nach 24 Jahren Bühnenpräsenz – ein Kampf um Engagements?

Der Name Anikó taucht im Web im Zusammenhang mit ungarischen Olympiamedaillengewinnerinnen auf. Aus aktuellem Anlass: In welcher Sportart oder anderem sind Sie richtig gut?

Also eher eine Passivsportlerin?

Auf einer Internetplattform für Schauspieler steht, dass Sie die ungarische Sprache beherrschen. Dann sind also Ihre Grosseltern seinerzeit nach ­Neftenbach ausgewandert?

Und haben im Dorf eine glückliche Kindheit erlebt . . .

Sie sind also ein richtiges Landei.

«Zum Thema Männer, frei nach dem Fisherman’s-Friend-Slogan: ‹Bin ich zu stark, sind sie zu schwach›.»

Anikó Donáth

Sie stammen aus einer musikalischen Familie. Weshalb sind Sie nicht Musikerin geworden?

Sie haben aber erst Jura studiert, also einen anständigen Beruf erlernt.

Trotzdem hilft es Ihnen nun vermutlich, sich bei Gagenverhandlungen mit Veranstaltern durchzusetzen?

Mit welcher schicksalhaften Begegnung hat es Ihnen den Ärmel reingezogen?

Beides.

Sich orientieren, was man von Schauspielerinnen und -spielern erwarten darf, ist auf sogenannten Sedcards ersichtlich. Irgendwo habe ich zu Ihrem Namen gegoogelt: «Figur: sehr gut». ­Bezieht sich das jetzt auf die Studentenzeit oder hatten Sie einfach keine Musse, diese Webseite aktualisieren zu ­lassen?

Wie haben Sie es schliesslich geschafft, in diesem Business Fuss zu fassen?

Seit einem Vierteljahrhundert haben Sie in diesem brotlosen Beruf – der Applaus ist das Brot des Künstlers – der Schauspielerei überlebt. Heute sind Sie glücklicherweise so etwas wie eine Selbstläuferin, oder?

Ich nehme an, eine eigentliche Traumrolle haben Sie nicht?

Ist es nicht schwierig, mit einer reinen Frauentruppe ein Stück zu erarbeiten?

Nun wohnen Sie in Zürich. Im Innenhof steht Ihr Wohnwagen. Ein Rückzugsort, eine kleine Insel?

«Ich kann auch ­melken, aber bisher hat mir noch kein Filmproduzent eine entsprechende Rolle angeboten.»

Anikó Donáth

Schon in Urlaub gefahren damit?

Ihr sieben Jahre alter Sohn ist vermutlich Ihr Fitnessprogramm. Wie schaffen Sie das als alleinerziehende Mutter?

Schauspielerinnen haben dafür tagsüber mehr Zeit . . .

Ist bei Ihrem Sohn schon Talent fürs Schauspielern spürbar?

Die Rechtschreibung jetzt mal nicht beachtend, denkt man bei Ihrem Namen unweigerlich an Süsses. Stimmt das, oder täuscht der Schoggiüberzug?

Sie wirken sehr souverän.

Nicht immer süss sprechen Sie mit den Exfreundinnen über Männer. Sie spielen in Ihrem ­Leben – aktuell leider (oder leidend) – nur auf der Bühne eine Rolle. Im Gegenteil, oft bekommen die Saures ab. Weshalb eigentlich, es geht doch auch nicht ohne?

Tappen Sie deshalb noch durch die freie Wildbahn, weil potenzielle Kandidaten fürchten müssen, gnadenlos in einem eurer Comedy-Programme erlegt zu werden?

Weshalb eigentlich der Titel «Zum Fressen gern». Ihr habt euch lieb und Männer sind zum Verschlingen da?

Weshalb soll man euch also in den Topf schauen?