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Kurze Kältewelle schliesst den Winter ab

Der zu milde Winter 2017/2018 verabschiedet sich mit einem eiskalten Finale. Die Minuswerte der kommenden Tage sind aber nicht rekordverdächtig. Das zeigt ein Blick auf frühere Jahre.

Wind und Wellen sorgen bei den tiefen Temperaturen dafür, dass sich das Ufer des Zürichsees mit einer Eisschicht überzieht. Hier in der Badi Seerose in Horgen.
Wind und Wellen sorgen bei den tiefen Temperaturen dafür, dass sich das Ufer des Zürichsees mit einer Eisschicht überzieht. Hier in der Badi Seerose in Horgen.
Patrick Gutenberg
Die Temperaturen lagen am Montagmorgen im Flachland bei fast -10 Grad.
Die Temperaturen lagen am Montagmorgen im Flachland bei fast -10 Grad.
Patrick Gutenberg
Die Kältewelle dürfte bis und mit Mittwoch anhalten.
Die Kältewelle dürfte bis und mit Mittwoch anhalten.
Patrick Gutenberg
Vereiste Badi Seerose in Horgen.
Vereiste Badi Seerose in Horgen.
Patrick Gutenberg
Auch im Hafen Wädenswil bildet sich ufernah eine Eisschicht.
Auch im Hafen Wädenswil bildet sich ufernah eine Eisschicht.
Martin Steinegger
Wunderschöne Formen zaubert das Eis am Lützelsee...
Wunderschöne Formen zaubert das Eis am Lützelsee...
Jrma Wildermuth, Leserreporter
...wie auch am Zürichseeufer in Oberrieden.
...wie auch am Zürichseeufer in Oberrieden.
Jürg Müller, Leserreporter
Leicht unheimlich sieht der Zeller Giessen diese Tage aus.
Leicht unheimlich sieht der Zeller Giessen diese Tage aus.
Ralf Wiedenmann, Zell, Leserreporter
Lecht unheimlich sieht der Zeller Giessen diese Tage aus.
Lecht unheimlich sieht der Zeller Giessen diese Tage aus.
Ralf Wiedenmann, Zell, Leserreporter
Der Dorfbrunnen an der Kirchgasse in Seuzach ist mit Eis überzogen.
Der Dorfbrunnen an der Kirchgasse in Seuzach ist mit Eis überzogen.
René Tanner, Seuzach, Leserreporter
Der Dorfbrunnen an der Kirchgasse in Seuzach ist mit Eis überzogen.
Der Dorfbrunnen an der Kirchgasse in Seuzach ist mit Eis überzogen.
René Tanner, Seuzach, Leserreporter
Die Zürichsee-Fähre ist mit Eiszapfen geschmückt.
Die Zürichsee-Fähre ist mit Eiszapfen geschmückt.
Michael Trost
Die Kältewelle macht sich in den Bächen der Region mehr und mehr bemerkbar. So wie hier beim Uetiker «Dorfwasserfall» wachsen die Eiszapfen Tag für Tag weiter in die Tiefe. Ob sich hier aber noch eine geschlossene Eiswand bilden wird, ist fraglich. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen nämlich bereits wieder in den positiven Bereich.
Die Kältewelle macht sich in den Bächen der Region mehr und mehr bemerkbar. So wie hier beim Uetiker «Dorfwasserfall» wachsen die Eiszapfen Tag für Tag weiter in die Tiefe. Ob sich hier aber noch eine geschlossene Eiswand bilden wird, ist fraglich. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen nämlich bereits wieder in den positiven Bereich.
Michael Trost
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Bruno Engert, Leserreporter
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Bruno Engert, Leserreporter
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Horgen (noch) im Würgegriff des Frosts
Bruno Engert, Leserreporter
Eisskulpturen auf der Halbinsel Au
Eisskulpturen auf der Halbinsel Au
Jean-Pierre Bachmann, Leserreporter
Auf der Halbinsel Au haben sich Eisröckchen um jeden Schilfhalm gebildet.
Auf der Halbinsel Au haben sich Eisröckchen um jeden Schilfhalm gebildet.
Charlotte Stocker, Leserreporter
Das Zürichsee-Ufer (Richterswiler Horn) nach langer Minusgrad-Zeit.
Das Zürichsee-Ufer (Richterswiler Horn) nach langer Minusgrad-Zeit.
Manuela Matt
Das Zürichsee-Ufer (Richterswiler Horn) nach langer Minusgrad-Zeit.
Das Zürichsee-Ufer (Richterswiler Horn) nach langer Minusgrad-Zeit.
Manuela Matt
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Es war ein eiskaltes Erwachen an diesem Montagmorgen: -9,3 Grad zeigte das Thermometer in Wädenswil, -9,8 Grad in Bülach und -9,9 Grad wurden in Winterthur gemessen. Noch kälter war es in den höheren Lagen: Auf der Lägern (845 m) schlotterte man bei -14,4 Grad und auf dem Hörnli (1132 m) gab es arktische -16,5 Grad.

Verantwortlich für die aktuelle Winterkälte ist ein mächtiges Hochdruckgebiet über Skandinavien. An dessen Flanke wird in einer östlichen Strömung eiskalte Luft von Russland her nach Mitteleuropa geführt.

Der Höhepunkt der Kältewelle dürfte am Dienstag und Mittwoch erreicht werden. «Die aktuellen Prognosen gehen für das Flachland bis Mitte Woche von Minimum-Temperaturen von -10 bis -13 Grad aus», sagt Stephan Bader, Klimatologe bei Meteoschweiz. Tagsüber dürfte das Thermometer kaum über -6 Grad steigen. Der Winter läuft also kurz vor dem meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März noch einmal zu Hochform auf.

Kein Vergleich zu früheren Kältewellen

Aussergewöhnlich ist diese Kältewelle allerdings nicht: Und zwar weder im Bezug auf die Temperaturen, noch auf die Dauer.

Ein Vergleich mit den letzten massiven Kältewellen zeige, dass im Februar deutlich tiefere Werte möglich seien, betont der Klimatologe. In der ersten Februarhälfte 2012 sank das Thermometer an der Messstation Kloten an mehreren Tagen unter -15 Grad und in Wädenswil deutlich unter -10 Grad.

Auch die Dauer der erwarteten Kältewelle hält sich im Rahmen. «Bereits ab dem 2. März dürfte sich die Kälte im Flachland wieder in einem moderateren Bereich bewegen», sagt Stephan Bader. Dies sei kein Vergleich zur arktischen Kälte im Februar 2012. Während fast zwei Wochen gab es damals am Messstandort Zürich-Kloten täglich Werte unter -10 Grad. Am Messstandort Wädenswil waren es sieben Tage mit Minima unter -10 Grad und drei Tage um -10 Grad.

Die Kälte im Februar 2012 sorgte unter anderem dafür, dass die Rapperswiler Bucht zufror und das Eis zur Begehung freigegeben werden konnte. Auf diversen kleinen bis mittelgrossen Gewässern in der Region (zum Beispiel Pfäffikersee, Haslisee und Katzensee) bildetet sich damals eine tragfähige Eisdecke. Dazu dürfte es in diesem Jahr nicht kommen – die Kältewelle ist schlichtweg zu kurz.

Der Februar 1986 war sogar fast durchwegs von winterlicher Kälte geprägt. Auch damals lagen die Minimum-Temperaturen zwischen -10 und -15 Grad.

Kaltes Finale – milder Winter

Dank des eisigen Finales dürfte der Februar im Flachland der Alpennordseite insgesamt etwas kälter ausfallen als im langjährigen Vergleich. Den viel zu warmen Januar wird er aber bei weitem nicht kompensieren können, sodass der Winter 2017/2018 wohl mit dem Prädikat «zu mild» in die Geschichte eingehen wird.

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