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Leutenegger peilt zwei Amtszeiten als Zürcher Stadtpräsident an

Filippo Leutenegger (FDP) will Zürcher Stadtpräsident werden, um auf die strategischen Fragen der Zukunft die richtigen Antworten zu geben. Vor den Medien sagte er am Montag, dass er bezüglich Unternehmenssteuerreform und Stadtspitäler eng mit der Kantonsregierung zusammen arbeiten möchte.

Will es bei den Stapi-Wahlen 2018 noch einmal wissen: Filippo Leutenegger (FDP).

Übers Wochenende wurde publik, dass sich die bürgerlichen Parteien der Stadt Zürich auf einen gemeinsamen Kandidaten für das Stadtpräsidium geeinigt haben. Severin Pflüger, Präsident der FDP Stadt Zürich, sagte am Montag vor den Medien: «Es muss sich etwas ändern in der Stadt.» Deshalb haben sich die Parteipräsidenten auch auf ein Fünferticket für die Stadtratswahl 2018 geeinigt.

Filippo Leutenegger, der kommendes Jahr als bisheriger Stadtrat zur Wahl steht, hatte sich bis Montagmittag nicht zu den Meldungen um seine Person geäussert. Er habe die Sitzung vom Vormittag mit dem Forum Zürich abwarten wollen, sagte er am Nachmittag an der Medienkonferenz. Die Vereinigung der Wirtschaftsverbände unterstützt seine Kandidatur.

Strategische Fragen im Vordergrund

Zur Nomination sagte Mauro Tuena, Präsident der Stadtzürcher SVP, Leutenegger sei sicherlich der richtige Mann. Als Stadtrat wisse er, wo die Probleme liegen. «Er sieht in den Kuchen hinein», sagte Tuena. Ausserdem sei Leutenegger ein ausgezeichneter Wahlkämpfer.

Der FDP-Stadtrat selbst sagte, für ihn stünden die strategischen Fragen im Vordergrund. «Ob es einer Stadt gut geht oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab», sagte er. Rot-grün habe nicht alles falsch gemacht, sondern auch vieles richtig.

Gemeinsam mit dem Kanton

Doch Leutenegger sieht Handlungsbedarf. So würde er die Übereinstimmung mit den Positionen des Kantons anstreben. Er führte die Unternehmenssteuerreform III an, bei der Kantons- und Stadtregierung unterschiedliche Meinungen vertraten und die an der Urne scheiterte. «Wenn man die Steuerreform jetzt wieder anpackt, müssen wir einen gemeinsamen Weg finden», sagte er.

Eine Zusammenarbeit mit dem Kanton sieht er auch in der Frage der Zukunft der Stadtspitäler Waid und Triemli vor. «Langfristig können wir die zwei Spitäler nicht allein betreiben.» Das müsse man mit dem Kanton zusammen machen, wenn man in 15 bis 20 Jahren positive Ergebnisse sehen wolle.

Auch die Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt ist für Leutenegger ein Thema. Sein Lösungsvorschlag sieht die Erlaubnis vor, entlang der Hauptverkehrsachsen ein Geschoss höher bauen zu können und Dachstöcke zu Wohnungen umgestalten zu dürfen.

Leutenegger peilt eine Amtszeit von acht Jahren an. Er sagte am Montag, dass er keine Mehrheit im Stadtrat brauche, um seine strategischen Akzente zu setzen. Bereits 2014 war der damalige Nationalrat Filippo Leutenegger sowohl ins Rennen um einen Stadtratssitz als auch um das Stadtpräsidium eingestiegen. Als Stadtrat wurde er gewählt, die Amtsinhaberin Corine Mauch (SP) konnte er jedoch nicht verdrängen.

SDA/past

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