Zum Hauptinhalt springen

«Mach etwas, lass mich sterben»

Die 59-jährige Schweizerin, die ihren schwer kranken und dementen Vater mit einer Spritze töten wollte, ist zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Schwere Erkrankungen und der Todeswunsch sind für Angehörige oft eine grosse Belastung.
Schwere Erkrankungen und der Todeswunsch sind für Angehörige oft eine grosse Belastung.

Mehrfach weinte die Beschuldigte während der Verhandlung am Bezirksgericht Zürich: Als sie erzählte, wie ihr schwer kranker und dementer Vater im Spitalbett lag und nicht mehr essen konnte, ohne sich zu verschlucken; als sie schilderte, wie er nur noch «vor sich hin röchelte», wie sie ihn einfach erlösen wollte von diesem Leid – und dann, als er schlief, zur Spritze griff, den Verschluss des Venenkatheters öffnete und Luft zuführte in der Hoffnung, er erleide eine Embolie und könne endlich friedlich einschlafen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.