Kaiserstuhl

Mehr Interessenten als Bootsplätze

Für die 20 zusätzlichen Bootsliegeplätze, die die Stadt Kaiserstuhl bauen will, besteht ein derart grosses Interesse, dass es zu einer Verlosung kommen wird.

Die Hafenanlage von Kaiserstuhl muss saniert werden. Gleichzeitig sollen 20 weitere Bootsliegeplätze eingerichtet werden. Das Interesse daran ist gross.

Die Hafenanlage von Kaiserstuhl muss saniert werden. Gleichzeitig sollen 20 weitere Bootsliegeplätze eingerichtet werden. Das Interesse daran ist gross. Bild: Lorena Genao

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Vor Monatsfrist suchte Kaiserstuhl Interessenten für noch zu erstellende Bootsplätze. Zehn Stück waren vor vier Wochen noch zu haben. Und noch bis Ende Monat können Freizeitkapitäne oder solche, die es werden wollen, sich um einen Bootsplatz im Kaiserstuhler Hafen bewerben. Bis Ende November läuft die offizielle Frist.

Schiffskapitäne, die sich einen der neuen Bootsplätze ergattern, unterzeichnen einen Mietvertrag für 15 Jahre und müssen den gesamten Mietbetrag von 18'000 Franken bezahlen, eine Hälfte bei Baubeginn, die andere bei Bezug des Bootsplatzes, wie Vize-Stadtpräsident Daniel Hersche erklärte. Dies ergibt eine jährliche Mietgebühr von 1200 Franken. Natürlich sei es möglich, auch vor Ablauf der 15 Jahre aus dem Vertrag auszusteigen. Der Platz werde in so einem Fall nach Warteliste weitervermietet.

Mieter finanzieren Anlage

Eigentlich wären schon alle Plätze weg, denn gemäss Auskunft von Daniel Hersche, Vizepräsident der Stadt Kaiserstuhl, stehe jetzt fest, dass die Nachfrage grösser sei als das Angebot. Dennoch können sich Bootsplatzsuchende aus der Schweiz und sogar aus Deutschland noch melden, denn zu einer Verlosung werde es so oder so kommen. Die leer ausgehenden Süsswasserkapitäne können sich auf eine Warteliste setzen lassen.

Kaiserstuhl verfügt heute über 34 Bootsabstellplätze. Diese sind aber schon länger alle vermietet. Deshalb will das Aargauer Städtchen am Rhein 20 weitere Plätze realisieren. Es handelt sich dabei um Schwimmstege, die sich dem Niveau des Rheins anpassen. Um aber nicht Bootsabstellplätze auf Halde zu produzieren, will Kaiserstuhl den Bau der Bootsplätze durch Mietverträge grösstenteils vorfinanzieren lassen.

Kanton verlangt Prüfung

Da nun genug Leute willens sind, einen Vorvertrag zu unterzeichnen, stünde der Realisierung der Plätze eigentlich nichts mehr im Weg, so dass am Schluss ein Gesamtangebot von 54 Bootsliegeplätzen bestünde. Da es sich aber um mehr als 50 Plätze handelt, ist gemäss Anforderung des Kantons Aargau eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das Projekt nötig. Ob ein Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) erstellt werden soll, wird nun geprüft, wobei auch der Rheinnachbar, das deutsche Bundesland Baden-Württemberg, einbezogen wird.

Wie umfangreich diese Umweltverträglichkeitsprüfung ausfallen muss, kann Vizeammann Hersche noch nicht sagen. Je nach geforderter Komplexität könnte es zu einer Bauverzögerung kommen. Gebaut würden Bootsplätze aber auch dann, wenn das Projekt der UVP nicht standhalten sollte, erklärte der Kaiserstuhler Stadtrat. «Dann werden eben nur 50 statt 54 Plätze gebaut», sagte Hersche. Es ist geplant, die neuen Plätze bis nächsten Sommer zu realisieren.

Hohentengen ohne Reaktion

Der Kaiserstuhler Stadtrat hat auch den Nachbargemeinden ein Angebot für je fünf Bootsplätze unterbreitet. Die Gemeinden könnten diese an ihre interessierten Einwohner weitergeben. Während Weiach von dieser Möglichkeit dankend Gebrauch macht, lehnte Fisibach ab. Von Hohentengen habe man bis heute noch nichts gehört, obwohl die Frist bereits Ende Oktober abgelaufen ist. Falls die deutsche Gemeinde doch noch Interesse für die fünf Bootsplätze anmelde, werde man sich in Kaiserstuhl überlegen, wie man vorgehen wolle, sagte Hersche.

Erstellt: 27.11.2018, 17:13 Uhr

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