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Mehr Sicherheit an Fussgängerstreifen nach «Zebra-Safari»

Auf den 2901 Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich ereignen sich durchschnittlich rund 100 Unfälle pro Jahr. Mit diversen Massnahmen kann die Sicherheit jedoch erhöht werden. Dies zeigt die Auswertung des Projekts «Zebra-Safari».

Durch gezielte Massnahmen soll die Sicherheit auf den Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich erhöht werden.
Durch gezielte Massnahmen soll die Sicherheit auf den Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich erhöht werden.
(Symbolbild), Keystone

Der Stadt ist es ein Anliegen, die Fussgängerstreifen möglichst sicher zu gestalten und mangelhafte Infrastruktur als Unfallursache auszuschliessen. «Sicherheit hat oberste Priorität», sagte Sicherheitsvorstand Richard Wolff (AL) am Dienstag vor den Medien. Da aber genaue Informationen zu den Fussgängerstreifen auf Stadtgebiet fehlten, haben während rund zweieinhalb Jahren Mitarbeitende der Dienstabteilung Verkehr am Projekt «Zebra-Safari» gearbeitet. Nun liegen rund 900'000 Einzeldaten vor, wie Wolff weiter sagte.

Sowohl im Büro als auch vor Ort erfassten die Mitarbeitenden Infos zu den Fussgängerstreifen. Vor Ort etwa lautete ihr Auftrag: «Steht hin, schaut nach rechts und schreibt auf, wann ihr ein heranfahrendes Auto erkennt und was dabei allenfalls die Sicht beeinträchtigt.»

Bäume und Parkfelder können Sicht behindern

Dabei zeigte sich, dass beispielsweise Masten, Baustellenabschrankungen oder Bäume die Sicht behindern. «Deshalb fällen wir aber nicht alle Bäume», beruhigte Wolff. Ebenfalls gibt es Sichtbehinderungen durch Parkfelder. Genauer angeschaut werden deshalb gegen 300 Parkfelder. «Anschauen heisst aber nicht abbauen», stellte Wolff klar.

Neben eingeschränkter Sicht zeigten sich auch Mängel wie abgenutzte oder beschädigte Markierungen (144). Dazu kommen 156 Trottoirkanten, die Gehbehinderten, älteren Menschen oder Kinderwagen das Fortkommen erschweren.

Insgesamt entdeckte man bei jedem fünften Stadtzürcher Fussgängerstreifen Mängel. Zürich stehe damit dennoch recht gut da, sagte Wolff. Schweizweit gibt es nämlich bei jedem zweiten Fussgängerstreifen aus Sicht der eidgenössischen Normvorgaben etwas zu beanstanden.

Menschliches Fehlverhalten

Laut Wolff sind zahlreiche Sofortmassnahmen wie zusätzliche Signalisationen, neue Markierungen oder Absenkungen von Trottoirs bereits umgesetzt worden oder folgen demnächst. Aufwendigere Anpassungen wie etwa der Einbau von Schutzinseln können allerdings erst im Rahmen von Bauprojekten vorgenommen werden. Die Kosten laufen über das normale Unterhalts-Budget.

Wolff hofft, dass sich durch die Massnahmen die Unfallstatistik auf Fussgängerstreifen verbessert und man die «Früchte der Arbeit» ernten kann. Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass die weitaus häufigste Unfallursache menschliches Fehlverhalten sei - sei es vom Fussgänger oder vom Autofahrer, sagte Wolff.

SDA/mst

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