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Mehr Strassenkunst in Zürich

Der Zürcher Stadtrat gibt der Strassenkunst mehr Raum. Ab 2017 gibt es in Zürich acht zusätzliche Plätze im öffentlichen Raum für Künstler.

Strassenkünstler erhalten in der Stadt Zürich mehr Plätze.
Strassenkünstler erhalten in der Stadt Zürich mehr Plätze.

Der Zürcher Stadtrat hat entschieden, per 1. Januar 2017 acht zusätzliche Plätze für Strassenkünstler zu öffnen. Sie dürfen neu zudem länger an einem Standort verweilen. Gleichzeitig wurden aber auch die Ruhezeiten verlängert.

Neben den bisherigen Gebieten der Seeuferanlagen sind der Tessinerplatz im Kreis 2, der Helvetiaplatz im Kreis 4, der Escher-Wyss- und der Turbinenplatz im Kreis 5, der Altstetter- und Lindenplatz im Kreis 9 sowie der Marktplatz Oerlikon und Max-Bill-Platz - beide im Kreis 11 - für Strassenkünstler vorgesehen.

Der Zürcher Stadtrat hat damit auf zwei Postulate reagiert, die die Regeln für Strassenkunst liberalisieren wollten, wie er am Mittwoch mitteilte.

Auf den neu vorgesehenen Plätzen gelten zum Schutz der Anwohner verlängerte Ruhezeiten. Diese beginnen neu bereits ab 20 Uhr und nicht erst mit der Nachtruhe und umfassen auch Sonntage und andere öffentliche Ruhetage. Die Strassenkunst ist damit werktags von 7 bis 20 Uhr erlaubt. In den Seeuferanlagen bleibe es hingegen bei der bisherigen Regelung.

30 statt 20 Minuten an einem Standort

Bisher war das Musizieren und Darbietungen auf öffentlichem Grund ausserhalb von bewilligten Veranstaltungen nur in den von der Stadt bezeichneten Gebieten der Seeuferanlagen erlaubt.

Es durften keine Verstärker, Aufbauten oder andere Hilfsmittel verwendet werden. An diesen Vorgaben hält der Stadtrat fest. Neu dürfen die Künstlerinnen und Künstler ihre Darbietungen jedoch während 30 und nicht nur 20 Minuten an einem Standort zeigen.

Nicht erlaubt bleibt der Verkauf von Waren und Dienstleistungen, wie beispielsweise das Zeichnen von Portraits. Passives Geldsammeln werde jedoch toleriert.

Nach zwei Jahren will der Stadtrat die Regelung mit den neuen Plätzen und Ruhezeit überprüfen und allenfalls anpassen.

Sechseläutenplatz nicht geeignet

Nicht für eine Öffnung der Strassenkunst eigne sich hingegen der Sechseläutenplatz, heisst es weiter. Er soll nicht durch einzelne Nutzungen vereinnahmt werden.

«Aufgrund seiner Attraktivität wäre damit zu rechnen, dass er intensiv von Strassenkünstlerinnen und Strassenkünstlern genutzt würde.» Der Stadtrat gewichtet die gewöhnliche Nutzung durch die Bevölkerung als höher.

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