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«Mit dem Ticketkauf verpflichtet sich der Zuschauer zu Wohlverhalten im Stadion»

In einem juristisch in der Schweiz bisherbeispiellosen Fall fordert der FC Winterthur von einemPetardenwerfer rund 12 000 Franken für eine Busse zurück. Der Anwalt des Klubs stützt sich auf deutsche Gerichtsurteile.

Fussball, wie er sein soll: Das Bild zeigt den FCW gegen den FCZ am 13. Mai in einem der sportlichen Momente. Doch bei diesen blieb es nicht.
Fussball, wie er sein soll: Das Bild zeigt den FCW gegen den FCZ am 13. Mai in einem der sportlichen Momente. Doch bei diesen blieb es nicht.
Heinz Diener

Wenn die eigenen Fans oder Gäste im neutralen Sektor eines ­Stadions randalieren, wird der Heimklub von der Liga gebüsst und bleibt auf den Kosten sitzen. Mit dieser Gesetzmässigkeit will der FC Winterthur jetzt brechen.

Nachdem er für einen Petardenwurf beim Heimspiel gegen den FC Zürich am 13. Mai 2017 ­gebüsst worden ist, verlangt der Verein vom fehlbaren Stadiongast nun insgesamt 11 900 Franken Schadenersatz plus Zinsen. Der junge Mann aus dem weiteren Umland von Winterthur ­bestreitet die Forderung und hat einen Anwalt genommen. Nun kommt der Fall, der in der laufenden Diskussion um Hooligans, Gewalt und Sanktionen im Fussball richtungsweisend sein könnte, vor die Schlichtungsstelle. Ein entsprechendes Gesuch wurde diese Woche an das zuständige Friedensrichteramt verschickt.

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