Rapperswil-Jona

Neuer Zuchtbulle soll endlich für Nachwuchs sorgen

Ein zweiter Elefantenbulle für den Rapperswiler Kinderzoo: Ein erfahrenes Tier soll das Nachwuchsproblem lösen und dem schüchternen Thisiam auf die Sprünge helfen.

Nachwuchs erwünscht: Seit Kalaya (2013) wartet man im Kinderzoo vergeblich auf ein Elefantenbaby.

Nachwuchs erwünscht: Seit Kalaya (2013) wartet man im Kinderzoo vergeblich auf ein Elefantenbaby. Bild: Keystone

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Ein Elefantenbaby für den Jöö-Effekt: Darauf wartet man in Knies Kinderzoo seit Jahren vergeblich. Seit der Geburt von Kalaya 2013 will es mit dem Elefantennachwuchs einfach nicht klappen. Grund: Der Elefantenbulle Thisiam, der vor vier Jahren aus Polen nach Rapperswil kam, ist schlicht und einfach zu schüchtern. Nun aber soll der Zoo bald Verstärkung von einem zweiten, erfahreneren Bullen bekommen. Wie Franco Knie von der Besitzerfamilie kürzlich im Gespräch mit der «Linth-Zeitung» sagte, stehen die Chancen dafür gut.

Der Kinderzoo steht schon länger in Kontakt mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für asiatische Elefanten. «Wir hatten jetzt gerade intensiven Kontakt mit dem Zuchtbuchführer des Programms», sagt Knie. Von ihm habe der Kinderzoo eine Liste mit mehreren Bullen bekommen, für die das Zuchtprogramm momentan einen Platz suche. «Es sieht gut aus –wir werden wohl in nächster Zeit einen Zuchtbullen bekommen», sagt Knie. Der Bulle, der vorgesehen ist, sei älter als Thisiam und habe auch schon Nachwuchs gezeugt. «Ein zusätzlicher Bulle würde Thisiam guttun, und mit einem älteren Tier würde auch die Hierarchie stimmen», sagt Knie im Gespräch.

Zu lange alleine gehalten

Wann der Bulle, den Knies im Fokus haben, seine Reise nach Rapperswil antreten wird, stehe noch nicht fest, sagt Knie. Er versichert aber: «Wir sind auf gutem Weg.» Sich vom Bullen Thisiam zu verabschieden, weil dieser bisher Mühe hatte, Nachwuchs zu zeugen, sei aber kein Thema, betont Knie: «Thisiam haben wir in unser Herz geschlossen. Wir geben ihn nicht mehr her.»

Dass Elefantenbulle Thisiam sich mit Liebesbekundungen zu den Elefantendamen schwertut, hängt mit seiner Vergangenheit zusammen. Er wurde im polnischen Zoo rund zehn Jahre alleine gehalten. Zwar machte er im Kinderzoo Rapperswil nach einiger Zeit Fortschritte und trieb die Weibchen mehr herum als früher. Doch die Paarung bleibt für ihn offenbar noch immer ein Rätsel. Bleibt zu hoffen, dass sich der zurückhaltende Elefantenbulle von seinem künftigen «grossen Bruder» etwas abschauen kann – und die Zoobesucher bald ein Elefantenbaby zu Gesicht bekommen. (zuonline.ch)

Erstellt: 12.03.2019, 16:24 Uhr

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