Winterthur

Rieter plant Abbau von 250 Stellen

Der Maschinenhersteller Rieter plant einen Stellenabbau im grossen Stil. Auch Winterthurer Mitarbeiter sind betroffen.

Der Winterthurer Spinnereienhersteller hat unter einer gesunkenen Nachfrage zu leiden. Dies bekommen nun die Mitarbeitenden zu spüren.

Der Winterthurer Spinnereienhersteller hat unter einer gesunkenen Nachfrage zu leiden. Dies bekommen nun die Mitarbeitenden zu spüren.

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Rieter will aufgrund des schwachen Marktumfelds massiv Stellen abbauen. Weltweit würden rund 5 Prozent der Stellen gestrichen. Dies teilte der Winterthurer Industriekonzern heute Morgen mit.

Bei einem Personalbestand von gut 5'100 Mitarbeitern ergibt dies einen Abbau von rund 250 Jobs. Insgesamt ist rund ein Fünftel aller Rieter-Mitarbeiter in der Schweiz beschäftigt.

In Winterthur sind derzeit rund 700 Personen bei Rieter angestellt. Laut CEO Norbert Klapper werden vom Stellenabbau «Weisskragen-Jobs» betroffen sein, also Büroangestellte, nicht Arbeiter.

«Im Moment rechnen wir mit weniger als 30 Stellen, die hier abgebaut werden.»

«Der Abbau wird quer durch alle weltweiten Standorte von Rieter gehen. Auch Winterthur wird betroffen sein. Im Moment rechnen wir mit weniger als 30 Stellen, die hier abgebaut werden.»

Hintergrund des massiven Abbaus ist eine Nachfrageflaute. Das schwache Marktumfeld habe auch in den ersten beiden Monaten 2019 angehalten und habe zu einer geringeren Nachfrage geführt, schrieb Rieter. Das Unternehmen erwartet deshalb für das erste Halbjahr und das Gesamtjahr einen «deutlichen Rückgang» von Umsatz und Gewinn (ohne Sondereffekte).

Weniger Bestellungen

Schon 2018 erhielt das Unternehmen nur noch Bestellungen im Wert von 868,8 Millionen Franken (-17%). Der Umsatz nahm hingegen dank Aufträgen aus besseren Zeiten noch zu ( 11% auf 1,08 Milliarden).

Unter dem Strich verdiente das Winterthurer Traditionsunternehmen 2018 deutlich mehr. Der Reingewinn kam bei 32,0 Millionen zu liegen, nachdem es im Vorjahr nur 13,3 Millionen gewesen waren.

Der Grund für die Gewinnsteigerung war jedoch primär ein Einmaleffekt. So waren im Vorjahr wegen der Neuausrichtung des deutschen Standorts Ingolstadt Restrukturierungskosten von 36 Millionen angefallen.

Werden Restrukturierungskosten ausgeklammert, war die Profitabilität jedoch schon 2018 rückläufig, wie das Unternehmen einräumte. Begründet wurde dies unter anderem mit einem «unvorteilhaften Produktmix» im Neumaschinengeschäft, welches rote Zahlen schrieb.

Schon 2015 wurde abgebaut

Die letzte grosse Entlassungswelle am Winterthurer Hauptsitz war im Oktober 2015 kommuniziert worden.

In den darauffolgenden Monaten hatte der Konzern 150 Stellen gestrichen und 59 Temporär-Mitarbeiter entlassen, was ein Viertel der Belegschaft bedeutete. Seither wird in Töss nicht mehr gefertigt, sondern nur noch montiert.

(huy/mig/SDA)

Erstellt: 13.03.2019, 09:14 Uhr

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