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Schlieremer Stadtrat schaut Veranstalter auf die Finger

Das verbotene Konzert des umstrittenen Musikers Marko «Thompson» Perkovic hat hohe Wellen geschlagen. Nun nimmt der Schlieremer Stadtrat den Konzertveranstalter an die Kurze Leine.

Das Konzert von Marko «Thompson» Perkovic vom 29. Juli wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Das Konzert von Marko «Thompson» Perkovic vom 29. Juli wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Screenshot Youtube

Das verbotene Konzert von Marko «Thompson» Perkovic hat Konsequenzen für die Genossenschaft Sporthalle Unterrohr. Der Schlieremer Stadtrat wird ihr künftig stärker auf die Finger schauen. Die Konzertankündigung hatte im Juli hohe Wellen geworfen.

Die Genossenschaft kann die Halle im Rahmen ihrer Richtlinien unter Einhaltung der kommunalen Polizeiverordnung selbständig vermieten. Das erklärte der Stadtrat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Perkovic gilt als Faschist

Um künftig ähnliche Anlässe bereits im Voraus genau prüfen zu können, stehe der Stadtrat nun «in engem Kontakt mit der Genossenschaft Sporthalle Unterrohr».

Die Durchführung des Konzerts war am 29. Juli verboten worden, weil der Stadtrat die öffentliche Sicherheit gefährdet sah. Perkovic, dessen Übername sich auf die Waffen-Marke beruft, mit der er in den 1990er-Jahren in Kroatien in den Krieg zog, gilt als Faschist, der gegen Serben hetzt und das Ustascha-Regime verherrlicht.

Im Jahr 2009 verhängte das Bundesamt für Polizei (Fedpol) eine Einreisesperre für Perkovic. Mittlerweile darf er wieder in der Schweiz auftreten. Im Dezember 2015 stand er in Fribourg auf der Bühne, wobei die Organisatoren die Liedauswahl kontrollierten.

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