Fisibach

Schwein gehabt am Dorfmärt

Ein publikumswirksames Säulirennen stellte sich als Höhepunkt heraus beim bunten und gut besuchten Fisibacher Märt.

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Das ruhige Aargauer Bauerndorf Fisibach wandelte sich am Samstag zum Magneten für Marktbesucher. Dieser zog auch zahlreiche Unterländer an – als Standbetreiber ebenso wie als Besuchern. Aufmerksam geworden durch einen Hinweis in dieser Zeitung reiste etwa Sabrina Kaiser zusammen mit Mutter Susanna und Söhnchen Linné an. «Vorallem das Säulirennen gefiel uns sehr», sagte die Bülacher Kindergärtnerin. An einer anderen Ecke des Märts betrieben drei Mittzwanziger aus dem Wehntal einen Stand, an denen die Besucher Original Bülacher Schokolade und Schneisinger Bier kosten durften.

Chocolatier Pascal Stadelmann, der von der Klotener Bahnhofstrasse aus sein Onlinegeschäft führt, schenkte für einmal auch ein «Glühbier» aus, hergestellt nach einer Geheimrezeptur aus der Brauerei Surbbach, die vom Niederweninger Christian Rohner geleitet wird.

Gastregion Appenzell sorgt für farbigen Tupfer

Doch nicht nur die Zürcher Unterländer waren eigens angereist. Das Appenzellerland, repräsentiert etwa durch die auf der Märtbühne musizierende Kapelle Enzian Appenzell und die Käser-Familie Sutter aus dem Kanton Appenzell Innerroden, war als offizielle Gastregion da. Die Sutters stellte auf einer der «Hauptstrassen» durch den Märt ihren eigenen Chäswagen auf.

Corinne Zimmermann vom Märt-OK benutzte gleich die Gelegenheit, einen würzigen Appenzeller Käse zu kosten. Sie sei stolz darauf, die Appenzeller zu Gast bei ihr in Fisibach willkommen heissen zu können. Nur: Wie kam das Märt-OK auf zur Gastregion? Zimmermann antwortete, dass der Fisibacher Holzschnitzer Adrian Schmidiger Kontakte ins Appenzellerland pflege. So habe sich eins ums andere ergeben.

Glück für die Organisatoren und die Gäste: Pünktlich zu Beginn des Märts um 10 Uhr zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen. «Es ist für uns ein Segen», sagte Zimmermann zur. Weil der starke Regen in der Nacht mehrere Zeltplanen eingedrückt hatte, wurden die Mannen vom TV Kaiserstuhl extra in der Früh aufgeboten, um die Stände neu herzurichten.

Säuli Babsi gewinnt das erste Rennen

Neben dem Märtangebot genossen die Besucher zahlreiche musikalische Einlagen, etwa von der Tanzgruppe Magic Diamonds oder der Spielgemeinschaft Kaiserstuhl-Hohentengen. Auch ein Kinderflohmarkt fehlte nicht. Kurz vor Beginn des ersten von zwei Säulirennen zog schliesslich die Trychler Gruppe Zürcher Unterland durchs Dorf.

Für gute Stimmung unter den rund 150 Zuschauern des Säulirennens sorgte Moderator Gallus Ottiger, der zur allgemeinen Belustigung auch mal einem Säuli das Mikrofon hinhielt. Laut Galliker kommt es bei einem Säulirennen vor allem auf die Intelligenz und das Durchhaltevermögen der Tiere an. Für das Tierwohl und Training zuständig ist Alfred Vogt vom «Bronnehof», dessen Tiere auch schon internationale Rennen gewonnen haben. Wer beim Wettrennen auf die Nummer 6 mit dem Namen Babsi gesetzt hatte, hatte wortwörtlich Schwein.

Erstellt: 20.10.2019, 15:20 Uhr

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