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Seit 125 Jahren hat Zürich neun statt sieben Stadtratsmitglieder

Die Bevölkerung verdoppelte und die Fläche ver-x-fachte sich bei der Gründung der Grossstadt Zürich. Weil damit auch die Verwaltungsaufgaben zunahmen, wurde es im Stadthaus schnell zu eng.

Stadthaus Zürich: Mit der ersten Eingemeindung wuchs nicht nur der Stadtrat, sondern auch das Stadthaus an.
Stadthaus Zürich: Mit der ersten Eingemeindung wuchs nicht nur der Stadtrat, sondern auch das Stadthaus an.
Baugeschichtliches Archiv Zürich

Die Zahl der Mitglieder des Zürcher Stadtrates sorgt für Gesprächsstoff. Demnächst berät der Stadtrat über die Vorlage «Mehr Geld für Zürich: 7 statt 9 Stadträtinnen und -räte» und wird dann den Abstimmungstermin festlegen. Die Initiative geht auf den parteilosen Ökonomen Stefan Mühlemann zurück. Über die Verkleinerung des Stadtrates hat das Zürcher Parlament sowie das Stimmvolk in der Vergangenheit bereits wiederholt beraten und abgestimmt. Der Blick zurück zeigt: Bislang war damit kein Durchkommen.Aus neun Mitgliedern besteht der Zürcher Stadtrat seit 125 Jahren. Mit der ersten Stadterweiterung 1893 löste zudem die 125-köpfige Gemeindeversammlung das bisherige Gemeindereferendum und den grossen Stadtrat ab. Mit der Gründung der Grossstadt Zürich vervierfachte sich die Einwohnerzahl und die Stadtfläche wuchs schlagartig um den Faktor 26 an. Mit der Zusammenlegung der Verwaltungen nahmen die Aufgaben der öffentlichen Hand zu, und entsprechend stieg der Bedarf an städtischem Personal. In der Folge wurde die Exekutive um zwei Mitglieder aufgestockt. Im ersten Stadtrat von Zürich sassen neben vier Vertretern der Altstadt zwei Aussersihler sowie je ein Vertreter der Quartiere Enge, Riesbach und Oberstrass.

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