Zum Hauptinhalt springen

Sie schiessen im «Bijou»

Sand statt Erde kleidet die neu sanierte Schiessanlage Tobel der Kantonspolizei Zürich aus. Das sei ökologischer und mache sie zum «Prunkstück», hiess es an der Einweihung.

Grenadiere der Einsatzgruppe Diamant üben in Hagenbuch in der sanierten Schiessanlage Tobel. Video: Nicole Döbeli/far

«Immer drei Schuss pro Schiessposition», ruft der Instruktor mit der gelben Weste. «Peng - bling, peng - bling, peng - bling», klingt es, als der Grenadier der Einsatzgruppe Diamant auf die Stahlplatte schiesst und trifft. Das Training findet auf der Schiessanlage Tobel statt, auf der Einsatzkräfte der Kantonspolizei Zürich üben. Am Dienstag wurde die Anlage nach umfassender Sanierung offiziell eingeweiht.

Die dritte Anlage ihrer Art

Was für Laienaugen aussieht, wie ein grosser Spielplatz mit Sandwänden, bezeichnete Chefinstruktor Rudolf Hiestand als «Prunkstück, um das uns die Schweizer Polizeilandschaft beneidet» und als «Bijou». Wie bei den meisten Schiessanlagen wurde auch im Hagenbucher Tobel bisher auf Erdwälle geschossen. Weil das Blei die Umwelt belastet, musste die Anlage für rund 1,35 Millionen Franken saniert werden. Neu schiessen die Polizisten deshalb auf Sand. «Das ist viel ökologischer», sagt Hiestand. Alle drei bis fünf Jahre werde der Sand gereinigt und danach wiederverwendet. Schweizweit gebe es erst zwei andere Anlagen, die so gebaut worden seien.

Die Fläche der Anlage Tobel blieb dieselbe: auf 50 mal 20 Metern können die Polizisten verschiedene Schiessübungen absolvieren – bis zu drei verschiedene sogar gleichzeitig. «Natürlich werden die Sicherheitsvorgaben eingehalten», erklärt der Instruktor der Einsatzgruppe Diamant, während sich drei Mitglieder in voller Montur für die nächste Übung bereitmachen. Die ganze Ausrüstung wiege etwa 20 Kilo, erklärt der Instruktor weiter: «Es ist wichtig, dass man mit dem vollen Gewicht und Druck übt.» Dann rammt ein Grenadier eine Tür auf, die mitten auf dem Platz steht.

«Niemand will Schiesslärm»

Die Übungen haben enge Zeitvorgaben, denn um 12 Uhr mittags ist Schluss – auch die Polizei muss sich an die Ruhezeiten halten. «Niemand will Schiesslärm. Die Polizei in der Schweiz hat das Problem, dass sie fast nirgendwo mehr üben kann», sagt Hiestand. Mit der Anlage Tobel habe man Glück, weil sie sich etwas ausserhalb des Siedlungsgebiets befinde und es deshalb keinen Widerstand gegeben habe.

Zur Einweihung kamen denn nebst dem Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr auch die Hagenbucher Gemeindepräsidentin Therese Schläpfer und Matthias Küng, Gemeindepräsident der Thurgauer Gemeinde Aadorf, die wie Elgg direkt an die Anlage angrenzt angrenzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch