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So soll die neue «Gemüsebrücke» über die Limmat aussehen

Kleinflächiger, schlanker und filigraner: Die Stadt Zürich zeigt die erstmals die Pläne für die neue Rathausbrücke.

Die Rathausbrücke wird ersetzt. Das Neubauprojekt von Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG hat die Jury am meisten überzeugt. Es soll ab 2023 gebaut werden.
Die Rathausbrücke wird ersetzt. Das Neubauprojekt von Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG hat die Jury am meisten überzeugt. Es soll ab 2023 gebaut werden.
Bänziger Partner, 10:8 Architekten, F. Preisig
Die neue Brücke wird schmaler und filigraner. Die Jury hebt die Platzqualität, die Aufenthaltszonen mit Sitzbänken sowie die hohe Flexibilität für verschiedene Nutzungen hervor.
Die neue Brücke wird schmaler und filigraner. Die Jury hebt die Platzqualität, die Aufenthaltszonen mit Sitzbänken sowie die hohe Flexibilität für verschiedene Nutzungen hervor.
Bänziger Partner, 10:8 Architekten, F. Preisig
Das westliche Teil der Rathausbrücke am Ende des 15. Jahrhunderts in einer Darstellung von Hans Leu dem Älteren. Die Brücke verbindet schon seit dem frühen Mittelalter die beiden Altstadtteile.
Das westliche Teil der Rathausbrücke am Ende des 15. Jahrhunderts in einer Darstellung von Hans Leu dem Älteren. Die Brücke verbindet schon seit dem frühen Mittelalter die beiden Altstadtteile.
Roland Fischer / Baugeschichtliches Archiv
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Die Brücke beim Stadtzürcher Rathaus, auch bekannt unter dem Namen «Gemüsebrücke», ist sanierungsbedürftig und genügt den Anforderungen an den Hochwasserschutz nicht mehr. Sie wird deshalb ersetzt. Nun steht das Siegerprojekt fest.

Den entsprechenden Studienauftrag gewann das Projekt des Teams um Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG. Dies teilte das Tiefbauamt der Stadt Zürich am Montag mit.

Das Projekt überzeuge durch eine gelungene Interpretation der Brücke als klar strukturierte Platzebene über der Limmat und ausgewogenen Aufenthaltszonen mit langen Sitzbänken an beiden Brückenrändern, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem weise es eine hohe Flexibilität für unterschiedlichste Nutzungen auf.

Gerade Brückenränder: So sieht der Plan für die neue Gemüsebrücke aus. Bild: Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG
Gerade Brückenränder: So sieht der Plan für die neue Gemüsebrücke aus. Bild: Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG

Die neue Rathausbrücke wird kleinflächiger, schlanker und filigraner als die heutige Brücke. Eine flächenartige Trapezform wird sich um das «Haus zum Schwert» spannen, ausgehend von Schipfe und Weinplatz hinüber zu den im Wasser stehenden Gebäude der Polizeiwache und des Rathauses.

«Die Seilleuchten passen zur freien Fläche und lassen eine ausgewogene Ausleuchtung in allen Nutzungszuständen zu», heisst es weiter. Die Brückenoberfläche wird aus Gussasphalt bestehen, einem Gemisch aus feinen und groben Gesteinskörnungen. Die freie Platzmitte kann etwa für die Stände des Wochenmarkts oder für das Karussell «Rösslirytschuel» genutzt werden. Die heutigen Kioskaufbauten werden abgerissen. Der Bau der neuen Rathausbrücke ist ab 2023 geplant und wird, wenn immer möglich, mit der Sanierung des Rathauses koordiniert.

Auch Abfluss verbessern

Die heutige Rathausbrücke wurde 1972/73 errichtet und ist sanierungsbedürftig. Zudem bildet sie ein Engnis in der Limmat für den Abfluss von Hochwasser aus dem Zürichsee.

Durch den vom Kanton Zürich projektierten Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil, der Hochwasserspitzen aus der Sihl in den Zürichsee leitet, wird die Rathausbrücke verstärkt zum Engpass für die dadurch anfallenden grösseren Wassermengen. Daher ersetzt das Tiefbauamt die Brücke und erhöht durch eine Änderung der Pfeilerkonstruktion und ein Absenken der Limmatsohle die Abflusskapazität der Limmat.

Die Rathausbrücke verbindet schon seit dem frühen Mittelalter die beiden durch die Limmat getrennten Altstadtteile und ist bis heute ein zentraler Begegnungs- und Versammlungsort. Ab dem 14. Jahrhundert diente die Brücke auch als Marktplatz, was ihr die im Volksmund geläufige Bezeichnung «Gemüsebrücke» gab.

SDA/pst

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