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Stadion wird im Quartier heiss diskutiert

Eine Umfrage vor Ort zum geplanten Stadion in Zürich zeigt: Die Anwohner sehen die Türme nicht als das grösste Manko an.

Noch ist es ein Ödland; die Stadionbrache Hardturm. Anstelle des Parkhauses rechts planen die Investoren zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme.
Noch ist es ein Ödland; die Stadionbrache Hardturm. Anstelle des Parkhauses rechts planen die Investoren zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme.
Florian Niedermann

Die beiden 137 Meter hohen Türme, die neben dem geplanten Hardturmstadion in Zürich-West entstehen sollen, stossen im Quartier auf weniger Opposition als erwartet. Wer sich bei Anwohnern umhört, stellt fest, dass der Schuh an ganz anderen Stellen drückt. Das erstaunt: Nachdem die Stadt vergangene Woche das Stadionprojekt «Ensemble» der beiden Investoren HRS Investment AG und Credit Suisse präsentiert hatte, kam wegen der zwei Wohn- und Geschäftstürme bald Kritik auf. Sie würden wohl «zu einer Knacknuss», liess sich Monika Spring zitieren, die die Interessengemeinschaft der Quartierbewohner in der Wettbewerbsjury vertrat.Bruno Mühlemann steht auf seinem Gartensitzplatz direkt hinter der Tramhaltestelle Bernoulli-Häuser. Er wohnt bereits seit 1979 hier und war im Vorstand der IG Hardturmquartier, als diese 2003 erfolgreich denBau des «Pentagon»-Projekts bekämpfte (siehe Kasten). «Unvernünftig» sei das damalige Vorhaben gewesen, findet er noch heute: zu gross, zu unrentabel und mit einem viel zu grossen Verkehrsaufkommen verbunden. Die Anwohner hätten aber schon gegen das Nachfolgeprojekt nichts mehr einzuwenden gehabt.

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