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Stadt Zürich hat schon viel, aber nicht genug erreicht

Die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft in der Stadt Zürich sind auf lange Frist erreichbar. Dazu müssen jedoch die laufenden Anstrengungen intensiviert und mit zusätzlichen Massnahmen ergänzt werden.

Geht es um den Stromverbauch, so ist die Stadt Zürich auf einem guten Weg. Das ist Ziel ist es jedoch, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu werden. Dieses Ziel ist seit 2008 in der Gemeindeordnung festgeschrieben.
Geht es um den Stromverbauch, so ist die Stadt Zürich auf einem guten Weg. Das ist Ziel ist es jedoch, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu werden. Dieses Ziel ist seit 2008 in der Gemeindeordnung festgeschrieben.

Die Stadt habe bereits vieles erreicht, heisst es in der in der Nacht auf Donnerstag publizierten «Roadmap 2000-Watt-Gesellschaft». So ging der Verbrauch an Primärenergie seit 1990 um 1000 Watt auf derzeit 4200 Watt pro Person zurück, und bei den Treibhausgasen gelang eine Reduktion um 1,5 Tonnen auf rund 4,7 Tonnen pro Person und Jahr.

Der Bericht macht aber auch klar, dass die bereits laufenden Massnahmen nicht genügen, um die Ziele zu erreichen. Nach heutigen Schätzungen würde der Primärenergieverbrauch im Jahr 2050 statt 2500 noch immer 3500 Watt betragen, und der CO2-Ausstoss würde bei 3,5 Tonnen statt bei einer Tonne pro Person und Jahr liegen.

Zürich allein kann es nicht richten

Es brauche deshalb deutlich weitergehende Massnahmen, halten die Autoren der Roadmap fest. Die Stadt Zürich im Alleingang könne die 2000-Watt-Gesellschaft nicht erreichen. Es brauche politische Weichenstellungen nicht nur auf der Ebene Stadt, sondern auch auf Ebene Kanton und Bund. Einen Beitrag leisten müssten aber auch Wirtschaft und Bevölkerung.

Allein in der Kompetenz von Kanton und Bund liegen beispielsweise die Verschärfung der Energievorschriften im Gebäudebereich, die Einführung von CO2-Abgaben auf Treibstoffen oder auch die Reduktion der CO2-Belastung durch den Flugverkehr. Es handle sich dabei um Massnahmen mit der grössten Wirkung, heisst es im Bericht. Im Kompetenzbereich der Stadt seien viele wirkungsvolle Massnahmen bereits in Umsetzung oder in Planung. Hier gehe es vor allem darum, mehr Breitenwirkung zu erzielen und nicht ausgeschöpfte Potenziale auszunutzen.

Der grösste Hebel liege im Ersatz fossiler Heizungen durch Systeme mit erneuerbaren Energien sowie in der energetischen Verbesserung von Gebäudehüllen. Grossen Einfluss ortet die Roadmap auch in den Bereichen Mobilität und in der Siedlungsentwicklung.

In die Betrachtung miteinbezogen wurden erstmals auch der Konsum und die Ernährung. Die Wirkung der Massnahmen in diesem Bereich seien zwar nur schwer abschätzbar, hätten aber ein grosses Potenzial. Die Stadt will deshalb Handlungsmöglichkeiten abklären.

Alle vier Jahre ein Statusbericht

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist seit 2008 in der Gemeindeordnung festgeschrieben. Die Stadt verpflichtet sich damit zu einer nachhaltigen Entwicklung sowie dazu, ihren Energieverbrauch auf 2000 Watt pro Person zu senken und den CO2-Ausstoss bis 2050 auf eine Tonne pro Person zu reduzieren.

Die Roadmap zeigt nun erstmals den aktuellen Stand auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft auf. Sie enthält aber auch Empfehlungen für die Zukunft und soll damit als Basis zur Weiterentwicklung bestehender und zur Prüfung neuer Massnahmen dienen. Zur Roadmap soll künftig alle vier Jahre ein Statusbericht erstellt werden.

SDA/past

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