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13 Kilo schwerer Modelljet stürzte auf Fussballfeld

Viel Glück hatte am Samstagabend der Pilot eines Modellfliegers. Seine Mirage-Nachbildung geriet ausser Kontrolle und stürzte auf einen Sportplatz. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Der Mirage-Modelljet ist nach dem Absturz ziemlich demoliert.
Der Mirage-Modelljet ist nach dem Absturz ziemlich demoliert.
Screenshot: Tele Züri

Tiefe Schrunden übersäten am Samstagabend den Fussballplatz Dürrbach in Dübendorf. Im Umkreis von rund 30 Metern lagen Trümmerteile verteilt. Sie stammten von einem gut 13 Kilogramm schweren Modelljet, der auf dem Sportplatz abgestürzt war. Wie Tele Züri gestern berichtete, flog ein Mitglied der Modellfluggruppe Dübendorf auf dem gleich neben dem Sportplatz liegenden Flugplatz seine Mirage-Nachbildung, als er wegen eines elektronischen Defekts plötzlich die Kontrolle über das Fluggerät verlor. Er habe anschliessend zusehen müssen, wie die Maschine, die Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern erreichen kann, vom Himmel verschwand.

Wie durch ein Wunder wurde auf dem benachbarten Sportplatz niemand von der Maschine getroffen. Werner Bayer, der Platzwart der Anlage, spricht von einem Riesenglück. Denn wäre der Vorfall einen Tag später, am Sonntag, passiert, wäre es vermutlich nicht so glimpflich ausgegangen – zwei Mannschaften trugen dann ein Spiel auf dem Platz aus.

Vorschriften werden angepasst

Doch auch Bayer selbst hatte wohl mehr als einen Schutzengel. Er war an diesem Abend mit Mäharbeiten auf dem Platz beschäftigt, als der Jet 50 Meter von ihm entfernt abstürzte. «Ich habe zum Glück die Arbeiten auf der Seite begonnen, auf der später das Flugzeug abstürzte und war deshalb bereits in der anderen Platzhälfte», sagte Bayer später gegenüber dem Fernsehsender.

Jürg Schwendimann, Obmann bei der Modellfluggruppe, bedauert den Vorfall, wie er gegenüber dem Sender sagt. «Das ganze hätte viel schlimmer enden können.» Man passe nun als Vorsichtsmassnahme die Vorschriften für die Vereinsmitglieder an und verkleinere die Flugfläche. Neu dürfen die Piloten ihre Fluggeräte nicht mehr bis ganz an die Platzgrenze fliegen. So will man verhindern, dass sie bei einem Absturz ausserhalb des Flugplatzgeländes landen. Die Modellfluggruppe darf den Flugplatz Dübendorf als Trainingsgelände nutzen.

Wie hoch der Schaden für den Modellpiloten ist, ist nicht bekannt. Ein neuer Miragejet «ab Stange» kostet aber mehrere tausend Franken.

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