Zum Hauptinhalt springen

Nach Formaldehyd-Unfall im Üetlibergtunnel - 24 Personen im Spital

Ein Lastwagen verlor am Dienstag mehrere hundert Liter Formaldehyd im Üetlibergtunnel. Mehrere Personen hatten daraufhin Atemprobleme. 24 Personen mussten zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.

Im Uetlibergtunnel ereignete sich am Dienstagmorgen ein Unfall mit einem Gefahrenguttransporter. Ein Polizist macht sich mit Gasmaske an die Arbeit.
Im Uetlibergtunnel ereignete sich am Dienstagmorgen ein Unfall mit einem Gefahrenguttransporter. Ein Polizist macht sich mit Gasmaske an die Arbeit.
KEYSTONE/Ennio Leanza
Der Transporter hatte Formaldehyd geladen. Weil ein Autofahrer ein unvorsichtiges Manöver vollführte, musste der Lastwagen stark abbremsen. Dabei wurden die Behälter beschädigt und das verflüssigte Gas lief aus.
Der Transporter hatte Formaldehyd geladen. Weil ein Autofahrer ein unvorsichtiges Manöver vollführte, musste der Lastwagen stark abbremsen. Dabei wurden die Behälter beschädigt und das verflüssigte Gas lief aus.
KEYSTONE/Ennio Leanza
1 / 2

Um 08.15 Uhr kam es am Dienstag im Üetlibergtunnel zu einem Unfall. Als ein Gefahrenguttransporter wegen eines unvorsichtigen Manövers eines Autofahrers bremsen musste, verschob sich seine Ladung. Dabei ist der Behälter, in der die Ladung transportiert wurde, offenbar beschädigt worden.

Der Lastwagenchauffeur stellte nach dem Verlassen des Tunnels fest, dass Flüssigkeit von der Ladefläche auslief und alarmierte die Polizei. Wie sich nun herausstellte, hatte der Lastwagen Formaldehyd geladen. Mehrere hunder Liter davon sind ausgelaufen. Zwei Dutzend Personen, die nach dem Lastwagen durch den Tunnel gefahren waren, klagten in der Folge über Übelkeit und Atembeschwerden.

24 Personen seien zur Kontrolle ins Spital gebracht worden, sagt Fabian Hegi von Schutz und Rettung Zürich. Unter anderen hat auch das Seespital Horgen Patienten mit Atemproblemen aufgenommen, wie das Spital auf Anfrage sagt. Weitere Personen haben sich selbstständig in ärztliche Pflege begeben.

Grossräumige Umfahrung wird empfohlen

Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Grossaufgebot zur Unfallstelle aus. Der Tunnel wurde in beiden Richtungen gesperrt. Die Polizei empfiehlt Personen, die heute Morgen durch den Tunnel gefahren sind und nun Symptome wie Atembeschwerden, tränende Augen und/oder Übelkeit aufweisen, sich mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Wie die Polizei am Abend meldete, haben sich nebst den 24 Personen, die an der Ereignisstelle von Ambulanzteams betreut wurden, auch rund ein Dutzend Personen selbständig zum Arzt oder in ein Spital begeben. Mindestens sieben dieser Personen seien ambuland behandelt worden respektive konnten bereits wieder entlassen werden.

Der Zwischenfall ereignete sich auf der A3 beim Ausfahrtportal des Üetlibergtunnels in Richtung Chur. Aus Sicherheitsgründen waren beide Tunnelröhren während Stunden gesperrt. Weil der Tunnel ein zentraler Bestandteil der Zürcher Westumfahrung ist, führte dies zu langen Staus in der weiteren Umgebung.

Am frühen Nachmittag wurde die Röhre Richtung Basel wieder geöffnet. Jene Richtung Chur blieb wegen der Reinigungsarbeiten gesperrt. Der Verkehr in Richtung Chur wurde einspurig durch die «Basler» Röhre geleitet.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht nun nach dem Fahrer, der das Bremsmanöver des Lastwagens möglicherweise verschuldet hat. Personen, die Angaben zur Fahrweise beziehungsweise zum unvorsichtigen Spurwechsel eines wahrscheinlich silbrigen Personenwagens machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

SDA/heb/far

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch