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Strengere Regeln für Reiter am Sechseläuten

Nachdem am vergangenen Sechseläuten ein Pferd beim Umritt starb, ergreifen die Zürcher Zünfter nun Massnahmen. Unter anderem ist ein Reit-Brevet pflicht.

Neu brauchen Zünfter, die um den Bögg reiten ein Brevet. Auch die Pferde werden vorab von einem Arzt untersucht.
Neu brauchen Zünfter, die um den Bögg reiten ein Brevet. Auch die Pferde werden vorab von einem Arzt untersucht.
Keystone

Zürcher Zünfter, die beim Sechseläuten mit einem Pferd um den Böögg reiten wollen, brauchen neu ein Reit-Brevet. Zudem werden die Pferde vor ihrem Einsatz am Zürcher Frühlingsfest von einem Tierarzt untersucht. So soll verhindert werden, dass erneut ein Pferd beim Umritt stirbt.

Tierschützer waren empört, als im vergangenen Jahr ein Pferd beim Umritt zusammenbrach und an Herzversagen starb. Das Sechseläuten mit seinem knallenden Böögg und der lauten Musik sei kein Ort für ein Pferd, argumentierten Tierschützer damals und forderten Massnahmen.

Die Zünfter wehrten sich zwar gegen den Vorwurf, dass die Pferde am Sechseläuten leiden würden, dennoch ergriffen sie für das Fest vom kommenden Montag nun Massnahmen.

So müssen neu alle Reiter über ein Brevet verfügen, wie Reiterchef Hans Hess von der Stadtzunft am Dienstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF 1 sagte. Dabei handelt es sich um eine Prüfung, die das Einmaleins des Reitens verlangt. Bis anhin war das Brevet nur in einzelnen Gruppen Pflicht, aber nicht für alle.

Begleitpersonen sollen Pferde beruhigen

Als weitere Massnahme sollen am kommenden Montag mehr Begleitpersonen neben den Pferden hergehen. Eine Person wird drei Tiere beaufsichtigen. Es könne vorkommen, dass ein Pferd erschrecke. Es zu beruhigen, sei von unten manchmal einfacher als von oben, sagte Hess weiter.

Als dritte Massnahme wollen die Zünfter neu jedes Pferd tierärztlich untersuchen und es bei Auffälligkeiten nicht zum Umritt zulassen. Die vollständige Sicherheit, dass nie mehr etwas passiere, gebe es aber nicht, betonen die Zünfter. Auf Böller wird in diesem Jahr jedenfalls nicht verzichtet.

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