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Und wieder hat im Weinland die Erde gebebt

Erneut gab es bei Singen (D) einen leichten Erdstoss. Bereits vor rund zwei Wochen hatte an derselben Stelle die Erde gebebt.

Das Epizentrum (Stern) und das geschätzte Erschütterungsgebiet (Farben) des Erdbebens vom 14. November ist fast identisch mit jenem vom 3. November.
Das Epizentrum (Stern) und das geschätzte Erschütterungsgebiet (Farben) des Erdbebens vom 14. November ist fast identisch mit jenem vom 3. November.
Screenshot Schweizerischer Erdbebendienst

Das Erdbeben ereignete sich bereits am Montag (14. November). Gemäss Auswertung des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) hatte es eine Magnitude von 2,7 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag bei Singen (D), also nur unweit der Schweizer Grenze. Gemäss SED sei es durchaus möglich, dass der schwache Erdstoss auch im nördlichen Weinland leicht zu spüren gewesen ist.

Bemerkenswert: Vor knapp zwei Wochen, am 3. November, hatte es praktisch an derselben Stelle bereits ein Erdbeben ähnlicher Stärke (3,1) gegeben.

Wieder in der Neuhauser Störung

Das Erdbeben ereignete sich erneut in der sogenannten Neuhauser Störung, einer tektonischen Störungszone zwischen Süddeutschland und der Schweiz. In dieser Zone sind schwache Erdbeben eigentlich nicht aussergewöhnlich. Selbst mittlere bis schwere Erdbeben (bis etwa Magnitude 6) sind theoretisch möglich, wenn auch die Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist, als in anderen Teilen der Schweiz.

Das Erdbeben vom 3. November führte übrigens dazu, dass die Atommüll-Behörde Nagra an einer Informationsveranstaltung in Trüllikon letzte Woche Fragen von beunruhigten Bewohnern der Region beantworten musste. Das nördliche Weinland ist als Endlager für Atommüll vorgesehen.

Die Nagra konnte die Trülliker an der Infoveranstaltung beruhigen. Die Erdbeben im nördlichen Weinland sind keine Gefahr für das geplante Atom-Endlager. Im Gegenteil: In der Tiefe ist der Müll gemäss Nagra sogar besser vor Erdstössen geschützt, als wenn er an der Oberfläche läge.

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