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Weltneuheit im EWZ-Unterwerk Zürich-Oerlikon

Ende August wird das neue EWZ-Unterwerk in Zürich-Oerlikon an die Stromversorgung angeschlossen. Es zeichnet sich durch eine Weltneuheit aus: Erstmals wurde das üblicherweise eingesetzte Isoliergas Schwefelhexafluorid (SF6) durch ein klimafreundliches Gas ersetzt.

Die neue Technologie im EWZ Zürich-Oerlikon soll den Strom aus der Steckdose noch umweltfreundlicher machen.
Die neue Technologie im EWZ Zürich-Oerlikon soll den Strom aus der Steckdose noch umweltfreundlicher machen.
Keystone

Das alternative Gasgemisch weise ähnliche Eigenschaften wie SF6 auf, könne jedoch die C02-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 50 Prozent reduzieren, teilte das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) am Montag mit. Zudem sei das Treibhauspotenzial um fast 100 Prozent niedriger.

Entwickelt wurde die neue Technologie von ABB. Im Unterwerk Zürich-Oerlikon wurde sie nun weltweit erstmals eingesetzt und es können damit erste Erfahrungen im Betrieb gesammelt werden. Benedikt Loepfe, Leiter Verteilnetz beim ewz, ist überzeugt, dass die Technologie in Zukunft zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Zwei Stockwerke unter der Erdoberfläche

Das Unterwerk mit Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen wurde unterirdisch gebaut. Die Transformatoren und Schaltanlagen liegen zwei Stockwerke unter der Erdoberfläche.

Da Gas elektrische Spannung deutlich besser isoliert als Luft konnte eine äussert kompakte Anlage realisiert werden. So konnten im Vergleich zur alten luftisolierten Schaltanlage aus dem Jahre 1949 fast 80 Prozent des Platzes eingespart werden. Nach dem Rückbau der alten Anlagen wird das freiwerdende Areal in Zürich-Nord an die Stadt Zürich zurückgegeben.

SDA/mst

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