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Wie die Maschine in die Kiste kommt

Wenn es der Maschinenindustrie besser geht, spüren das auch die Kistenbauer. Die beiden Industriezweige sind eng verknüpft. Wie sonst käme eine zehn Tonnen schwere Maschine heil nach China?

Zwei Männer, eine Maschine: Marco Dietiker und Yan Pankraz sind geübt im Verpacken von Anlagen wie der Verzahnungs-Schleifmaschine der Firma Reishauer.
Zwei Männer, eine Maschine: Marco Dietiker und Yan Pankraz sind geübt im Verpacken von Anlagen wie der Verzahnungs-Schleifmaschine der Firma Reishauer.
Marc Dahinden
Zwei Männer, eine Maschine: Marco Dietiker und Yan Pankraz sind geübt im Verpacken von Anlagen wie der Verzahnungs-Schleifmaschine der Firma Reishauer.
Zwei Männer, eine Maschine: Marco Dietiker und Yan Pankraz sind geübt im Verpacken von Anlagen wie der Verzahnungs-Schleifmaschine der Firma Reishauer.
Marc Dahinden
Dann kann die Maschine sicher transportiert werden.
Dann kann die Maschine sicher transportiert werden.
Marc Dahinden
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In der riesigen Halle des Kistenbauers Wegmüller AG in Attikon wirkt sie fast ein wenig verloren. Doch das ist die Verzahnungs-Schleifmaschine von Reishauer aus Wallisellen keineswegs. Die zu Transportzwecken in vier geteilte Anlage schleift Zahnräder für das Automobilgetriebe. Damit hält das Walliseller Unternehmen laut eigenen Angaben gegen 50 Prozent des Weltmarktes auf diesem Sektor. Beim Endkunden wird die Anlage von Robotern mit gehärteten und vorgefrästen Zahnrädern bestückt, die dann von der Schleifmaschine in weniger als einer Minute auf wenige Tausendstelmillimeter genau geschliffen werden.

Und wie verpackt man solch ein sperriges Teil für den Versand per Schiff nach China? Die Antwort ist so simpel wie unspektakulär: in vier Kisten. Fast täglich werden in Attikon solche Anlagen verpackt.

Feuchtigkeit verhindern

Bevor die Maschine in die Kiste kommt, muss alles, was lose ist, fixiert und sie selbst auf dem Holzboden festgeschraubt werden. «Die Maschine und der Boden müssen eine Einheit bilden», erklärt Geschäftsführer Marc Wegmüller. Diese Vorarbeiten sind schon erledigt. Jetzt geht es um den effektiven Verpackungsvorgang. Wie lange der wohl dauern wird? Ein Blick auf die Uhr zeigt 14 Uhr.

Sicher verpackt für die grosse Reise nach China. Video: nau.ch via Youtube

Los gehts: Zwei Mitarbeiter verteilen als Erstes Trockenbeutel im Innern der Maschine. Die Tonerde soll die Maschine während des Transportes vor Feuchtigkeit schützen, damit kein Rost entsteht.

Dann setzen die Arbeiter der Maschine eine Vlieshaube auf. Sie soll verhindern, dass die Aluminiumdecke, die der Anlage danach übergezogen wird, an den scharfen Kanten zerreisst. Schon wird die Alufolie übergestülpt und in die rechte Form gebracht. Der Aluboden wird mit der Aludecke verschweisst, und durch ein Ventil wird die Luft heraus­gesaugt. Jetzt ist die Maschine vor Feuchtigkeit geschützt.

Der Endspurt

Der Portalkran trägt die erste Kistenwand heran. Sie wiegt 164 Kilogramm. Die beiden Männer wissen, wo ihr Platz ist. Einer bedient den Kran, der andere führt das Teil an die richtige Stelle. Die zweite Wand kommt «angeflogen». Millimetergenau passen sie die Wände von Hand ein und tackern sie mit der Nagelmaschine zusammen. Dasselbe mit den anderen Kistenwänden und dem Deckel. Zum Schluss bringen sie mit einer Schablone Markierungen wie «oben» und «unten» an. Die rund zehn Tonnen schwere Maschine ist verpackt. Es ist kurz nach 14.30 Uhr. Eine halbe Stunde hat es gedauert, bis sie in der Kiste steckte.

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