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HRS und CS sollen neues Stadion bauen

Der Wettbewerb für das Hardturm-Areal ist entschieden: Es sollen ein Fussballstadion für 18500 Zuschauer, zwei Wohn- und Geschäftstürme sowie 173 Genossenschaftswohnungen entstehen.

So soll der Komplex aus Stadion, Wohnhäusern und Geschäftern gemäss Visualisierung aussehen.
So soll der Komplex aus Stadion, Wohnhäusern und Geschäftern gemäss Visualisierung aussehen.
HRS Real Estate AG
Auf den Weg zum Spiel...
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HRS Real Estate AG
Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher Finanzdepartement, präsentierte das Siegerprojekt am Dienstag.
Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher Finanzdepartement, präsentierte das Siegerprojekt am Dienstag.
Keystone
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Die HRS Investment AG und die Credit Suisse sollen das neue Fussballstadion auf dem Zürcher Hardturm-Areal bauen. Sie haben einen Investorenwettbewerb gewonnen. Die Stadt Zürich beteiligt sich nicht finanziell, stellt aber das Areal im Baurecht zur Verfügung.

Das Projekt umfasst auch zwei 137 Meter hohe Wohn- und Geschäftstürme sowie eine Wohnsiedlung mit 173 Genossenschaftswohnungen. Es wird mit Investitionen von rund einer halben Millionen Franken gerechnet, wie es am Dienstag an einer Medienkonferenz hiess. Die Stadt kann mit einem Baurechtszins von 1,1 bis 1,4 Millionen Franken pro Jahr rechnen.

«Ensemble» heisst das Projekt und umfasst neben dem Fussballstadion weitere Gebäude. Stadtrat Daniel Leupi erklärt das Projekt.

Die Vereine GC und FCZ brauchten wieder ein «richtiges Fussballstadion», um sportlich und wirtschaftlich auf gesunden Füssen zu stehen, sagte Stadtrat Gerold Lauber. Das Stadion werde attraktiv für die Zuschauer und biete den beiden Fussballclubs zusätzliche Einnahmemöglichkeiten. Die Club-Verantwortlichen stehen hinter dem Siegerprojekt.

Baubeginn noch offen

Wann erstmals ein Ball im neuen Stadion für maximal 18'500 Zuschauer rollt, kann laut Stadtrat Daniel Leupi noch nicht verbindlich gesagt werden. In den letzten 20 Jahren scheiterten schon mehrere Stadionprojekte. Zuletzt lehnten die Stadtzürcher Stimmberechtigten knapp ein 216-Millionen-Franken-Stadion auf Kosten der Stadt ab.

Die Stadt will sich deshalb nicht mehr finanziell engagieren. Sie startete im letzten Herbst einen Investorenwettbewerb und suchte ein Bieterteam, das ein Fussballstadion, gemeinnützige Wohnungen und ein Investorenprojekt plant, baut und finanziert. Die Stadt stellt das Areal mit einer Gesamtfläche von fast 55'000 Quadratmetern im Baurecht zur Verfügung.

Mit dem Projekt «Ensemble» konnten die beiden Investoren HRS und CS die Jury überzeugen. Das Team habe «einen detaillierten, gut durchdachten und stimmigen Businessplan» vorgelegt, sagte Stadtrat Leupi.

Höher als Prime Tower

Die beiden Hochhäuser an der westlichen Spitze des Hardturm-Areals in Zürich-West haben eine Hauptnutzfläche von rund 66'000 Quadratmetern. Sie werden laut Stadtrat André Odermatt «als Tor von Zürich» eine wichtige städtebauliche Bedeutung haben. Das bislang höchste Gebäude in der Stadt, der Prime Tower, ist 126 Meter hoch.

Das Stadion sei «sehr einfach, reduziert und dennoch raffiniert eigenständig», fand die Wettbewerbsjury. Die Fassade soll aus Glasbausteinen bestehen, die mit LED-Elementen bestückt einen bespielbaren Screen ergeben.

Die Hochhäuser werden von HRS erstellt und dann von Anlagestiftungen und Fonds der Credit Suisse erworben. Das Stadion wird im Besitz der bereits gegründeten Stadioneigentümergesellschaft Stadion Züri AG sein und schlüsselfertig einer von GC und FCZ zu gründenden Stadionbetriebsgesellschaft vermietet.

Der gemeinnützige Wohnungsbau im Osten des Areals wird in Kooperation mit der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) geplant und dieser nach der Fertigstellung übertragen. Im Wohnkomplex ist auch ein Kindergarten vorgesehen.

Als nächsten Schritt wird das Siegerteam sein Projekt bis zur Bewilligungsfähigkeit weiterbearbeiten. Anschliessend werden ein privater Gestaltungsplan erarbeitet und die Baurechtsverträge ausgehandelt, die dann dem Gemeinderat vorgelegt werden. Der Stadtrat rechnet mit einer Volksabstimmung.

SDA/mst

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