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Winterthur besiegt den Laubholzbockkäfer

Der langjährige und aufwendige Kampf gegen den Laubholzbockkäfer hat sich gelohnt: Der Bund entlässt Winterthur aus der Monitoringpflicht.

Wegen dieses kleinen Laubholzbockkäfers musste in Winterthur mehrere hundert Bäume gefällt werden.
Wegen dieses kleinen Laubholzbockkäfers musste in Winterthur mehrere hundert Bäume gefällt werden.
Symbolbild, Keystone

Seit drei Jahren hat in Winterthur niemand mehr einen asiatischen Laubholzbockkäfer gesehen. Deshalb entlässt das Bundesamt für Umwelt die Stadt aus der Monitoringpflicht, wie es am Dienstag mitteilte. Es ist das Ende einer aufwendigen Kampagne gegen den Baumschädling.

Bis Ende November haben Baumpfleger und Spürhunde intensive Käfer-Kontrollen in Oberwinterthur durchgeführt. Es handelt sich dabei um die so genannte Fokuszone. Dort wurden 2012 die ersten asiatischen Laubholzbockkäfer der Stadt gefunden und anschliessend hunderte Bäume gefällt, um den Baumschädling zu bekämpfen.

An zwei Tagen pro Woche kletterten jeweils Baumpfleger auf die Bäume, um nach Spuren des Käfers zu suchen. Am Boden suchten Hunde und Kontrolleure. In einem zwei Kilometer breiten Ring um die 150 Hektaren grosse Fokuszone nahmen die Kontrolleure Stichproben. Sie fanden nichts und damit endet die vierjährige Kontrollpflicht Ende dieses Jahres.

Tausende Stunden der Suche

Für die letzten Kontrollen wurden 2600 Arbeitsstunden eingesetzt, was zu Kosten von einer Viertelmillion Franken führt. Die aufwendigsten Arbeiten fielen jedoch 2012 und 2013 an. Vor vier Jahren hatte man den ersten Laubholzbockkäfer auf einer Baustelle in Oberwinterthur gefunden.

Vom Sommer 2012 bis Sommer 2013 töteten die Kontrolleure 144 Käfer. Baumpfleger fällten rund 280 Bäume und rodeten mehrere hundert Quadratmeter Gebüsche und Stauden. 2014 liess die Stadt Winterthur nochmals 140 Bäume fällen.

Grösster Befall der Schweiz

Der asiatische Laubholzbockkäfer ernährt sich von Holz. Er wurde vermutlich mit Transportkisten aus China eingeschleppt. In der Schweiz hat er keine natürlichen Feinde. Er befällt vor allem Laubbäume. Die Käfer ernähren sich vom Holz und legen ihre Eier in Gänge im Stamm. Dort wachsen anschliessend die Larven heran.

Der asiatische Laubholzbockkäfer wurde an mehreren Orten in der Schweiz festgestellt. Der Befall in Winterthur war der grösste des Landes. Die Überwachung des Schädlings in den ersten Jahren kostete jährlich rund eine Million Franken. Lob erhielt die Stadt Winterthur für die konzentrierte Bekämpfung des Käfers.

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