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Zürcher Regierung spart bei den Alleinstehenden

Viele Alleinstehende und Alleinerziehende im Kanton Zürich erhalten künftig keine Prämienverbilligung mehr. Der Regierungsrat hat die zur individuellen Prämienverbilligung im Jahr 2018 berechtigenden Einkommens- und Vermögensgrenzen neu festgelegt.

Bei den Alleinstehenden wird das Höchsteinkommen, bei dem noch ein Verbilligungs-Anspruch besteht, von 38'400 auf 29'900 Franken gesenkt.
Bei den Alleinstehenden wird das Höchsteinkommen, bei dem noch ein Verbilligungs-Anspruch besteht, von 38'400 auf 29'900 Franken gesenkt.
Keystone

Auch im kommenden Jahr werden im Kanton Zürich individuelle Prämienverbilligungen (IPV) bis zu einem steuerbaren Einkommen von maximal 53'800 Franken ausgerichtet. Die Berechtigungsgrenzen sind aber je nach Familienstand unterschiedlich.

Für Kinder generell und für Verheiratete bleiben die Berechtigungsgrenzen unverändert. Auch die Vermögensgrenze bleibt wie bisher bei 150'000 Franken für Alleinstehende respektive 300'000 Franken für Verheiratete und Alleinerziehende. Dies teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Keine Senkung bei Ehepaaren

Markante Veränderungen gibt es jedoch bei Alleinstehenden und Alleinerziehenden. Bei den Alleinstehenden wird das Höchsteinkommen, bei dem noch ein Verbilligungs-Anspruch besteht, von 38'400 auf 29'900 Franken gesenkt. Bei den Alleinerziehenden mit 37'700 bis 49'200 Franken Einkommen entfällt der Anspruch für die Erwachsenen ebenfalls. Der Anspruch von Kindern aus solchen Familien bleibt jedoch bestehen. Die Herabsetzung dieser Einkommensgrenzen ist gemäss Regierungsrat nötig, um den Mehraufwand aufzufangen, der sich 2018 insbesondere daraus ergibt, dass die Verbilligungsbeiträge an die Krankenkassenprämien von Kindern und jungen Erwachsenen im Vergleich zum laufenden Jahr erhöht werden müssen.

Durch die Anhebung der Beträge entstehe 2018 ein Mehraufwand von schätzungsweise 20 Millionen Franken, heisst es weiter. Dieser könne angesichts der finanziellen Lage des Kantons nicht durch eine Erhöhung des Kantonsbeitrags im Herbst 2017 aufgefangen werden. «Folglich kann der Mehraufwand nur durch eine Herabsetzung der Einkommensgrenzen ausgeglichen werden», schreibt der Regierungsrat.

Auf eine entsprechende Herabsetzung der Einkommensgrenze für Erwachsene bei verheirateten Paaren wird hingegen verzichtet, «weil diese bei gleichem steuerbarem Einkommen eine zusätzliche Erwachsenenprämie zu finanzieren haben». Stichtag für die Ermittlung der anspruchsberechtigten Personen ist jeweils der 1. April des Vorjahres. Der Kantonsbeitrag und die konkreten individuellen Verbilligungsbeiträge für das kommende Jahr werden vom Regierungsrat dagegen erst im Herbst festgesetzt, wenn sich die Höhe des Bundesbeitrages abschätzen lässt.

SDA/mcp

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