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Zürcher Sportvereine leiden unter Trainermangel

Rund 375'000 Zürcherinnen und Zürcher sind in einem Sportverein aktiv. Mitgliedermangel haben die wenigsten Vereine. Anders sieht es aus, wenn Freiwillige für Vereinsfunktionen gesucht werden.

Die meisten Vereine im Kanton Zürich können steigende Mitgliederzahlen verzeichnen: Vor allem Fussballclubs legen derzeit zu.
Die meisten Vereine im Kanton Zürich können steigende Mitgliederzahlen verzeichnen: Vor allem Fussballclubs legen derzeit zu.
Symbolbild, Keystone

Sport in der Gruppe ist im Kanton Zürich immer noch sehr populär: Eine Studie des Kantons, die am Dienstag präsentiert wurde, zählt 2400 Sportvereine, die 110 verschiedene Sportarten anbieten.

Die Zahl der Vereine ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Die meisten gibt es in den Disziplinen Turnen, Fussball, Tennis und Schiessen. Nur jeder fünfte Verein beklagt sinkende Mitgliederzahlen. Die meisten können ihre Mitgliederzahl halten oder wachsen sogar. Vor allem Fussballclubs legen derzeit zu.

42'000 freiwillige Ämter

Weniger beliebt sind hingegen die vielen ehrenamtlichen Vereinsämter wie Trainer, Vorstandsmitglied oder Schiedsrichter. 42'000 solche Posten sind in den Zürcher Sportvereinen zu besetzen.

Nicht immer werden die Vereine fündig. Mehr als die Hälfte der Vereine sieht sich mit dem Problem konfrontiert, die Posten nur schwer besetzen zu können. Hauptproblem ist der Aufwand, den diese Ämter mit sich bringen. Pro Monat setzen sich die Freiwilligen 12 Stunden für ihren Verein ein.

Wären die Trainer, Vorstandsmitglieder und Schiedsrichter normale Angestellte, müssten 3000 Vollzeitstellen besetzt werden. Der Gesamtwert ihrer Arbeit beträgt stolze 250 Millionen Franken.

Kanton will aktiv werden

Um wieder mehr Freiwillige zu finden, wünschen sich die Vereine Unterstützung, entweder durch «ihren» Sportverband oder durch andere Organisationen. Wie der Kanton am Dienstag mitteilte, will auch der Staat die Vereine bei der Bewältigung dieses Problems unterstützen.

Das kantonale Sportamt unter der Leitung von Regierungsrat Mario Fehr (SP) will gezielt auf Vereine und Verbände zugehen, um weitere Massnahmen treffen zu können. Welche Massnahmen das sein könnten, ist noch nicht bekannt.

SDA/past

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