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Anti-Rassismus-Demonstration in Zürich Unbewilligte Demonstration in Zürich

Am Samstagnachmittag, 6. Juni 2020, kam es in Zürich gleichzeitig zu drei Protestaktionen. Sachbeschädigungen und Ausschreitungen konnten verhindert werden. Eine Person wurde festgenommen.

Am Samstagnachmittag um circa 14 Uhr versammelten sich mehrere Personengruppen gleichzeitig an der Bahnhofstrasse, um Kundgebungen und Demonstrationen durchzuführen.

Ein bewilligter Demonstrationsumzug führte vom Rathaus durch das Limmatquai und das Bahnhofquai zur Platzpromenade. Dabei demonstrierten die über hundert Teilnehmenden gegen die aktuelle Situation in der Türkei und Südkurdistan. Diese Demonstration und die anschliessende Schlusskundgebung verliefen ohne Probleme.

Gleichzeitig befanden sich auf dem Sechseläutenplatz gegen 100 Personen. Ein Teil von ihnen führte kurz nach 14 Uhr einen kurzen sogenannten Flashmob gegen die Covid-Verordnungen durch. Anschliessend löste sich diese unbewilligte Kundgebung auf. Ebenfalls um 14 Uhr versammelten sich mehrere Personen bei der Pestalozzianlage und beim Hauptbahnhof. In der Folge kam es im Bereich Bahnhofstrasse/Bahnhofplatz zu einem Zusammenschluss dieser beiden Gruppierungen. Gegen 14.15 Uhr formierte sich spontan ein Demonstrationszug mit über 1000 Personen, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt. Die Demonstrierenden wollten anfänglich in Richtung Paradeplatz oder Innenstadt marschieren. Die Stadtpolizei Zürich verhinderte dies mit Dialogteams und Präsenz, sodass sich der friedliche Demozug vom Bahnhofplatz durch die Löwenstrasse in Richtung Helvetiaplatz bewegte. Die Demonstrierenden wurden entlang der Route von vielen Schaulustigen begleitet. Vom Helvetiaplatz bewegten sich die Teilnehmenden auf der Langstrasse in Richtung Militärstrasse und wollten so in den Kreis 5 gelangen. Weil die Polizei diese Route abgeriegelt hatte, bogen sie nach einem kurzen Sitzprotest bei der Verzweigung Militär-/Langstrasse nach rechts ab und begaben sich ins Kasernenareal. Nach Lautsprecherdurchsagen, in denen die Teilnehmenden auf die Covid-Verordnung aufmerksam gemacht wurden, löste sich die Versammlung nach rund 30 Minuten auf.

Wegen der Demo sei der Betrieb der Tramlinien 3, 4 und 15 unterbrochen oder ganz eingestellt, teilen die VBZ ebenfalls auf Twitter mit.

1 Kommentar
    Kurt Münger

    Demonstrationen ohne Bewilligung haben ohne Wenn und Aber von der Polizei beendet zu werden, mit Verhaftungen und Bussen. Wenn ich mal falsch parkiere oder ein bisschen zu schnell fahre, werde ich subito gebüsst. Wird das Recht nur noch dort umgesetzt, wo es problemlos möglich ist? Quo vadis, Helvetica!