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Ausland-Fussball Ibrahimovic führt Milan zum Sieg

Hier lesen Sie alles zur Bundesliga, Premier League, Ligue 1, La Liga sowie Serie A in der Übersicht und erfahren, wie sich die Schweizer in den Top-Ligen schlagen.

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Serie A: Ibrahimovic führt Milan zum Sieg

Die AC Milan ist dank seines Stürmer-Stars Zlatan Ibrahimovic weiter souveräner Tabellenführer in der italienischen Serie A. Bei seinem Startelf-Comeback erzielte der Schwede am Montagabend beide Treffer zum 2:0 (1:0)-Erfolg der Mailänder bei Cagliari Calcio. Zuerst verwandelte der 39-Jährige einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter (7.). In der 52. Minute erhöhte er auf 2:0. Es waren die Tore Nummer elf und zwölf im achten Saisonspiel für den Schweden. Ibrahimovic war am 10. Januar nach siebenwöchiger Verletzungspause zu einem Kurzeinsatz gekommen. Der AC Mailand (43 Punkte) bleibt durch den Erfolg drei Punkte vor dem Stadtrivalen Inter. Dritter ist der SSC Neapel mit 34 Zählern. (dpa)

Er hat einen Lauf: Im achten Saisonspiel erzielt Zlatan Ibrahimovic seine Saisontore 11 und 12 und lässt Milan jubeln.
Er hat einen Lauf: Im achten Saisonspiel erzielt Zlatan Ibrahimovic seine Saisontore 11 und 12 und lässt Milan jubeln.
Foto: Enrico Locci (Getty Images)
Premier League: Arsenal besiegt Newcastle deutlich

Mit Granit Xhaka und dank Pierre-Emerick Aubameyang holt Arsenal London gegen Newcastle am Montagabend drei Punkte. 3:0 besiegte das Team von Coach Mikel Arteta die Gäste. Lange musste das Heimteam, bei dem Xhaka im Mittelfeld durchspielte, auf die Tore warten. Aubameyang (50./77.) und Jung-Stürmer Bukayo Saka trafen erst in der zweiten Hälfte zum verdienten Dreier. Durch den Sieg punktet Arsenal zum fünften Mal in Folge und setzt sich weiter vom Tabellenende ab. Bei Newcastle stand Nationalspieler Fabian Schär nicht im Aufgebot. (tzi)

Premier League: Liverpool spielt mit Shaqiri im Topspiel remis

Mit seinem Startelf-Einsatz im Topspiel gegen Manchester United hat Xherdan Shaqiri seine Premier-League-Saisonminuten fast verdoppelt. Liverpool-Coach Jürgen Klopp setzte erstmals in dieser Saison in der Liga von Beginn an auf den Schweizer Nationalspieler. Und dies gleich im Topduell gegen Liverpools Erzrivalen und Tabellenführer Manchester United.

Beim 0:0-Remis an der Anfield Road war Shaqiri die mangelnde Spielpraxis anzumerken. Dem 29-Jährigen fehlte auf der ungewohnten Position im Mittelfeld hinter dem Dreier-Sturm Salah, Firmino und Mané teilweise die Anbindung ans Spiel. Nach einer ansprechenden ersten Halbzeit mit viel Einsatz und Laufarbeit liess der Schweizer in Hälfte Zwei nach. In der 76. Minute war sein Arbeitstag beendet. Für ihn kam Curtis Jones auf den Platz.

Xherdan Shaqiri bekam im Topduell gegen Manchester United das Vertrauen von Trainer Jürgen Klopp.
Xherdan Shaqiri bekam im Topduell gegen Manchester United das Vertrauen von Trainer Jürgen Klopp.
Foto: Paul Ellis/PA Images via Getty Images

Manchester Uniteds Schlussoffensive sah Shaqiri von der Bank aus. Die Reds mussten sich nach Schlusspfiff bei ihrem Goalie Alison Becker bedanken, dass sie nun bei 68 Heimspielen ohne Niederlage stehen. In der 83. Minute hat Frankreichs Weltmeister Paul Pogba die grosse Chance einen dezenten Abend der Gäste zum maximalen Erfolg zu bringen. Doch der Brasilianer im Tor Liverpools parierte Pogbas Schuss aus kurzer Distanz glänzend. In der Folge hatte United mehrere erfolgversprechende Konterchancen, spielte diese aber unsauber zu Ende. Und so geht die Punkteteilung im Spiel des Ersten beim Dritten in Ordnung. Auch wenn der amtierende Meister über grosse Teile des Spiels mehr vom Spiel, sollte man in Liverpool nach Uniteds Schlussspurt gut mit dem Remis leben können.

Manchester City ist endgültig im Rennen um die englische Meisterschaft angekommen. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola zog am Sonntagabend mit einem 4:0 (1:0)-Sieg gegen Crystal Palace an Meister FC Liverpool vorbei und eroberte Platz zwei der Premier-League-Tabelle. Man City liegt nur noch zwei Punkte hinter Tabellenführer Manchester United, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als der Rekordmeister und Lokalrivale.

Auch die Tottenham Hotspurs haben am Sonntag ihre Pflicht getan. Beim Tabellenletzten Sheffield United gewann man durch Tore von Aurier, Kane und Ndombélé 3:1. Für Sheffield war der Ire McGoldrick zum zwischenzeitlichen 1:2 erfolgreich. Das Team von José Mourinho hält mit dem Sieg den Anschluss an das Spitzenquartett Leicester City, Liverpool und die beiden Clubs aus Manchester. (tzi/dpa)

Bundesliga: Jovic mit Traum-Rückkehr bei Abraham-Abschied, Bayern siegen

Bayern München hat sich nach dem Cup-Aus in Kiel die Hinrunden-Meisterschaft der Bundesliga gesichert. Der deutsche Serienmeister gewann am Sonntag gegen den SC Freiburg mit 2:1 und baute damit nach den Punktverlusten der Verfolger Leipzig, Leverkusen und Dortmund seine Tabellenführung aus. Vor dem letzten Hinrunden-Spieltag hat die Mannschaft von Trainer Hansi Flick nun vier Punkte Vorsprung auf RB Leipzig. Weltfussballer Robert Lewandowski mit seinem 21. Saisontor (7. Minute) und Thomas Müller (74.) erzielten die Treffer für die Münchner. Nils Petersen hatte kurz nach seiner Einwechslung für den Ausgleich gesorgt (62.).

Rückkehrer Luka Jovic hat Eintracht Frankfurt mit zwei Treffern den sechsten Saisonsieg in der Bundesliga gesichert und die Abstiegsnöte bei Gegner Schalke 04 verstärkt. Der von Real Madrid ausgeliehene Stürmer schoss am Sonntag in der 72. Minute und in der ersten Minute der Nachspielzeit die entscheidenden Tore zum 3:1 (1:1)-Erfolg der Frankfurter, die dadurch auf Platz sieben vorrückten. Andre Silva (28.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, Matthew Hoppe nur eine Minute später den zwischenzeitlichen Ausgleich für Schalke markiert. Nach der elften Saisonniederlage bleiben die Gelsenkirchener mit nur sieben Punkten Tabellenletzter.

Drei Punkte und Abheben zum Abschied: Die Frankfurter lassen ihren Captain zum Karriereende fliegen. Das 3:1 gegen Schalke sorgt ebenfalls für gute Stimmung.
Drei Punkte und Abheben zum Abschied: Die Frankfurter lassen ihren Captain zum Karriereende fliegen. Das 3:1 gegen Schalke sorgt ebenfalls für gute Stimmung.
Foto: Getty Images

Das Spiel war das letzte Spiel des Frankfurter Captains David Abraham. Der ehemalige FCB-Verteidiger beendet seine aktive Karriere, um in seine argentinische Heimat zurückzukehren. Der 34-Jährige absolvierte zwischen 2008 und 2012 150 Spiele für den FC Basel und wurde in dieser Zeit dreimal Schweizer Meister und gewann zweimal den Cup. (dpa/tzi)

Serie A: Inter besiegt schwaches Juventus

Meister Juventus Turin hat das Derby d'Italia bei Inter Mailand verdient 0:2 verloren. Die Mailänder waren über die gesamte Spieldauer das bessere Team und kamen zu vielen Chancen. Der ehemalige Juve-Spieler Arturo Vidal traf in der 12. Minute per Kopf zum 1:0 für die Hausherren. Die Inter-Stürmer Romelu Lukaku und Lautaro Martinez hätten für eine deutlich höhere Pausenführung sorgen müssen, doch sie liessen gute Chancen ungenutzt. In der zweiten Hälfte erhöhte Nicolo Barella sieben Minuten nach der Pause auf 2:0. Eine Reaktion der Turiner blieb in der Folge aus. Durch den Sieg übernimmt Inter bei einem Spiel mehr die Tabellenführung von Lokalrivale Milan. Der Rückstand der Gäste auf die Spitze beträgt nun schon sieben Punkte.

Der Schweizer Nationalspieler Remo Freuler kam am Nachmittag mit Atalanta nicht über ein torlosen Unentschieden gegen Genua hinaus. Trotz deutlich höhere Spielanteile und einem eindeutigen Chancen-Plus gelang den sonst so torgefährlichen Bergamasken kein Treffer im heimischen Stadion.

Das Mittagsspiel vom Sonntag in der italienischen Serie A war eine klare Angelegenheit: Napoli gewinnt zuhause gegen die Fiorentina gleich 6:0. Durch Treffer von Insigne, Demme, Lozano und Zielinski führten die Süditaliener bereits zur Pause mit vier Toren. Inn Hälfte 2 waren Insigne vom Penaltypunkt und Politano kurz vor Schluss erfolgreich. Napoli setzt sich mit dem Dreier in der Spitzengruppe fest, die Fiorentina muss den Blick nach hinten richten, trennen sie doch nur noch wenige Zähler von den Abstiegsrängen. (tzi)

Spanien: Barcelona verliert Super-Cup, Messi sieht Rot

Der FC Barcelona hat den spanischen Supercup-Final gegen Athletic Bilbao trotz zweimaliger Führung noch mit 2:3 (2:2, 1:1) nach Verlängerung verloren. In der Verlängerung erzielte Inaki Williams in Sevilla am Sonntagabend mit einem herausragenden Schuss den Siegtreffer für den Aussenseiter.

Ein Doppelpack des französischen Nationalspielers Antoine Griezmann (40./77. Minute) hatte Barcelona zuvor zwei Mal in Führung gebracht. Superstar Lionel Messi war wieder dabei – wurde aber kurz vor dem Abpfiff der Partie nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt.

Für Sevilla hatte Oscar de Marcos noch vor der Halbzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 (42.) getroffen, Asier Villalibre rettete Sevilla in der 90. Minute mit seinem Treffer zum 2:2 in die Verlängerung. Bilbao hatte sich im Halbfinale bereits gegen Real Madrid durchgesetzt und den Supercup nun dreimal gewonnen, zuletzt 2015 mit einem Sieg gegen Barcelona. (dpa)

Schottland: Itten trifft für die Rangers

Der Schweizer Nationalstürmer bewahrt den schottischen Tabellenführer Glasgow Rangers vor der ersten Saisonniederlage. Beim 1:1 der Rangers bei Motherwell traf der eingewechselte Itten nach 72 Minuten zum Ausgleich. Das Team von Trainer Steven Gerrard steht nach 24 Runden mit 21 Siegen und drei Remis auf Platz 1. Der Vorsprung auf Dauerrivale Celtic beträgt bei drei Spielen mehr bereits 21 Punkte. Für Itten war es der vierte Saisontreffer. (tzi)

Ligue 1: PSG gewinnt knapp gegen Angers

Drei Tage nach dem Sieg im französischen Supercup gegen Marseille musste Paris schon wieder ran. Am Samstagabend schlug das Team um Neymar und Kylian Mbappé das siebtplatzierte Angers auswärts 1:0. Das goldene Tor schoss Verteidiger Layvin Kurzawa in der 70. Minute nach einer abgelenkten Flanke von Angel di Maria. Mit dem Sieg überholt PSG Olympique Lyon in der Tabelle und steht neu an der Spitze der Ligue 1. Lyon kann am Sonntagabend mit einem Sieg gegen Metz wieder zurückschlagen. Im zweiten Samstagsspiel verlor Marseille überraschend gegen das abstiegsbedrohte Nîmes. (mro)

Premier League: Alioski verliert mit Leeds

Aufsteiger Leeds United findet vorerst nicht zum Erfolg zurück. Gegen den Tabellensechzehnten Brighton verliert das Team des früheren Lugano-Flügels Ezgjan Alioski zu Hause mit 0:1. Für Leeds mit Kult-Trainer Marcelo Bielsa an der Seitenlinie ist es die dritte Niederlage in Folge, mittlerweile sind die Nordengländer auf den zehnten Platz abgerutscht. Bei Brighton sass der Ex-Lausanner Andi Zeqiri 90 Minuten auf der Bank.

Chelsea siegt knapp bei Fulham

Auch die Londoner von Chelsea kamen zuletzt nicht so richtig vom Fleck. Gegen Fulham mühte sich das Team von Frank Lampard in einer weitgehend ereignislosen Partie lange ab - und kam dank eines Treffers von Mason Mount zu einem knappen 1:0-Sieg, nachdem es eine Halbzeit lang in Überzahl gespielt hatte. Der erste Erfolg in der Liga seit drei Runden bringt Chelsea auf Rang 7.

Leicester schiebt sich vor Liverpool

Dank eines 2:0-Sieges über Southampton ist Leicester City in der Tabelle an Meister Liverpool vorbeigezogen und steht neu einen Punkt hinter Leader Manchester United auf Platz 2 der Premier League. Das Tor von James Maddison emtschied die Partie zwischen dem Sensationsmeister von 2016 und dem aktuellen Überraschungsteam um den österreichischen Trainer Ralph Hasenhüttl - das Kontertor in der 95. Minute durch Harvey Barnes zum 2:0-Endstand war dann nicht mehr massgebend. (mrm)

Bundesliga: Dortmund spielt gegen Mainz nur Remis

Stark gegen Spitzenteams, fahrlässig gegen Aussenseiter - Borussia Dortmund muss in der Bundesliga einen weiteren Rückschlag im Titelkampf verkraften. Im Duell mit dem bisherigen Schlusslicht Mainz kam der Revierclub nicht über ein 1:1 hinaus. Wie schon bei den überraschenden Heimniederlagen gegen Köln (1:2) und Stuttgart (1:5) schwächelte der BVB gegen einen Aussenseiter und vergab nur eine Woche nach dem hochgelobten Auftritt im Top-Duell bei RB Leipzig (3:1) die grosse Chance, mehr Boden im Titelkampf gutzumachen.

Im leeren Signal Iduna Park bewahrte Thomas Meunier (73. Minute) sein Team vor einer Blamage und sorgte nach der Mainzer Führung durch einen Weitschuss von Levin Öztunali (59.) - bei dem der Berner Goalie Roman Bürki nicht über jeden Zweifel erhaben war - noch für den Ausgleich. Den möglichen Sieg für die Borussia vergab Marco Reus mit einem verschossenen Elfmeter (76.).

Zakaria trifft bei Gladbachs Remis

Borussia Mönchengladbach hat kurz vor Schluss den dritten Sieg in Serie verspielt. Beim 2:2 bei Stuttgart kassierte das Team von Trainer Marco Rose im Samstagabendspiel den Ausgleich erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit und konnte nach dem Erfolg gegen den FC Bayern in der Vorwoche nicht nachlegen. Im Duell der beiden Schweizer Torhüter Yann Sommer (Gladbach) und Gregor Kobel (Stuttgart) verwandelte Silas Wamangituka einen Foulelfmeter für die Schwaben zum Endstand, Nicolas Gonzalez (58.) erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Dank der Treffer von Lars Stindl (35. Minute/Foulelfmeter) und des Schweizer Nationalspielers Denis Zakaria (61.) sah Gladbach lange Zeit wie der sichere Sieger aus, bleibt nun aber Tabellensiebter. Nationalstürmer Breel Embolo stand bis zur 61. Minute für Borussia auf dem Platz, sein Teamkollege, der Ex-FCZler Nico Elvedi, spielte durch.

Nach Spielschluss waren die Gladbacher aufgrund des Penaltys in der Nachspielzeit ausser sich. «Ist das die Elfmeterszene?», fragte Christoph Kramer beim TV-Interview ungläubig, als ihm die Aktion gezeigt wurde. Vor allem konnten die Gladbacher nicht nachvollziehen, dass der Videoschiedsrichter eingriff, obwohl es kein klarer Fehlentscheid war. Schiedsrichter Felix Brych, der zunächst weiterlaufen liess, sagte: «Ich kann der Ärger bei Gladbach nachvollziehen.» Etwas pointierter äusserte sich Mittelfeldspieler Jonas Hofmann: «Das ist eine absolute Frechheit.»

Leipzig verpasst es, die Bayern abzulösen

Derweil hat RB Leipzig den Sprung auf Platz eins auch im zweiten Anlauf verpasst. Der Tabellenzweite spielte nur 2:2 (1:2) beim VfL Wolfsburg und scheint die aktuelle Schwächephase der Bayern einfach nicht ausnutzen zu können. Schon vor einer Woche liess RB beim 1:3 gegen Borussia Dortmund die Chance aus, den deutschen Serienmeister in der Tabelle zu überholen.

Dabei brachte der Franzose Nordi Mukiele die Leipziger schon nach vier Minuten in Führung. Mit ihrem bislang schnellsten Tor in dieser Saison belohnte sich die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann für eine dominante Anfangsphase. Doch so überzeugend die Gäste begonnen hatten, so stark bauten sie während der ersten Halbzeit auch wieder ab. Das nutzten die Wolfsburger zu den Toren von Wout Weghorst (22.) und der frühere Basel- und YB-Spieler Renato Steffen (35.), die beide von Yannick Gerhardt vorbereitet wurden. Nationalspieler und Ex-YB-Aussenläufer Kevin Mbabu spielte bei Wolfsburg von Anfang an. Abwehrspieler Willi Orban gelang in der zweiten Halbzeit wenigstens noch der Ausgleich für RB (54.). Gleich mehrere Chancen auf den Sieg liessen die Leipziger danach ungenutzt.

Ernüchtert: BVB-Captain Marco Reus nach dem verschossenen Penalty gegen Mainz.
Bild: Keystone

Trostlose Nullnummer statt Befreiungsschlag derweil in Köln: Die Kölner und Hertha BSC haben im direkten Duell den auch für ihre Trainer wichtigen Sieg verpasst. Nach dem 0:0 am vorletzten Spieltag der Hinrunde wartet Köln nun seit 14 Spielen und elf Monaten auf den Heimsieg und liegt weiter auf dem Relegationsplatz. Zudem ist der FC nun seit fünf Spielen oder 485 Minuten ohne Tor. Trainer Markus Gisdol, der von Sportchef Horst Heldt im Vorfeld nur eine Job-Garantie für dieses Spiel bekam, steht damit weiter heftig unter Druck.

Und auch der Druck auf seinen Berliner Kollegen Bruno Labbadia - der vor Gisdols Amtsantritt im November 2019 der Wunsch-Kandidat des FC war - wird durch den Auswärts-Punkt nach einer weiteren uninspirierten Leistung nicht kleiner. Die Hertha hat nur eines der letzten sechs Spiele gewonnen, der Vorsprung auf den FC beträgt weiter nur fünf Punkte, der ersehnte Europacup-Platz ist dagegen schon neun Zähler entfernt.

Werders Befreiungsschlag

Mit dem erst zweiten Heimsieg der Saison hat Werder Bremen sich vorerst etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Norddeutschen gewannen gegen Augsburg mit 2:0 (0:0) und liegen nun in der Tabelle nur noch einen Zähler hinter dem FCA. Routinier Theodor Gebre Selassie (84. Minute) und Startelf-Debütant Felix Agu (87.) erzielten die Treffer für die Grün-Weissen. Die Augsburger zeigten eine Woche nach dem 1:4 gegen den VfB Stuttgart dagegen erneut eine enttäuschende Leistung. Der Schweizer Ruben Vargas blieb bei den Augsburgern wirkungslos und wurde nach 74 Minuten ausgewechselt.

Derweil kommt Hoffenheim mit Trainer Sebastian Hoeneß einfach nicht aus der Krise heraus. Die Kraichgauer erreichten nur ein 0:0 gegen Arminia Bielefeld und warten weiter auf den ersten Sieg 2021. Im leeren Sinsheimer Stadion erwies sich der Aufsteiger aus Ostwestfalen erneut als Minimalist: Mit nur zehn geschossenen Toren hat das Team von Chefcoach Uwe Neuhaus nach 16 Spieltagen nun 14 Punkte gesammelt. Fast wäre den Gästen am Ende sogar noch der Siegtreffer gelungen. (dpa)

Bundesliga: Union mit spätem Siegtor

Nach Bayern München (1:1) und Borussia Dortmund (2:1) überrumpelt Union Berlin das nächste Topteam: Das Team von Urs Fischer schlägt Bayer Leverkusen zum Auftakt der 16. Runde 1:0.

Bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt zündeten die nicht An der Alten Försterei zugelassenen Union-Fans nach ein paar Minuten vor dem Stadion ein Feuerwerk, die Spieler machten den Leverkusenern mit ihrem kompromisslosen Stil auf dem Rasen das Leben äusserst schwer. Die Gäste bestimmten zwar das sportliche Geschehen, konnten sich aber nicht effektiv durchsetzen. Nach einer Viertelstunde hätte Union in Führung gehen können und müssen. Nach einem Eckball von Captain Christopher Trimmel kam Marvin Friedrich aus kurzer Entfernung völlig frei zum Kopfball, verfehlte aber das Tor um wenige Zentimeter.

Fischer wechselt den richtigen Spieler ein

Ansonsten aber beschränkten sich die Berliner anfangs konsequent auf Defensivarbeit und kompensierten auch einen personellen Rückschlag. Der zuletzt zweimal erfolgreiche und in Bestform aufspielende Sheraldo Becker musste nach 25 Minuten wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden, für ihn wechselte Fischer Cedric Teuchert ein. Vor der Pause vergab Leverkusen seine drei aussichtsreichsten Möglichkeiten des Spiels.

Nach dem Seitenwechsel ging das Konzept von Fischer dann aber wieder voll auf. Die ersten Grosschancen gehörten dem Heimteam. Teuchert tauchte frei vor Leverkusen-Goalie Lukas Hradecky auf, sein Schuss ging jedoch an den Innenpfosten (50.). Zehn Minuten später verfehlte er nach einem weiteren Konter erneut nur knapp das Bayer-Tor (61.). Union blieb gefährlich und frech — und zwei Minuten vor dem Abpfiff traf Teuchert verdient zum Sieg.

Der Schuss ins Unioner Glück: Cedric Teuchert erzielt in der 88. Minute den Siegtreffer gegen Leverkusen.
Der Schuss ins Unioner Glück: Cedric Teuchert erzielt in der 88. Minute den Siegtreffer gegen Leverkusen.
Foto: Andreas Gora (Keystone)

Leverkusen verpasste nach dem vierten sieglosen Liga-Spiel in Serie den Sprung auf Platz zwei direkt hinter Bayern und bleibt auf Rang drei. Direkt dahinter, auf dem vierten Champions-League-Platz, steht Union Berlin. Die Berliner erweitern ihre Erfolgsgeschichte unter der Leitung des Zürchers um ein nächstes Kapitel — sie bleiben im achten Heimspiel und sechsten Spiel insgesamt nacheinander ungeschlagen. (dpa)

Serie A: Römer Derby geht an Lazio

Diese Niederlage schmerzt die AS Roma besonders: Sie verliert das Stadt-Derby gegen Lazio gleich mit 0:3. Ciro Immobile Saisontreffer Nummer 12 leitete in der 14. Minute den Lazio-Sieg ein, nur neun Minuten später erhöhte Luis Alberto auf 2:0. Bei beiden Toren machte die Roma-Abwehr einen schwachen Eindruck. Manuel Lazzari konnte sich zwei Assists gutschreiben lassen. In der 67. Minute war es erneut der Spanier Alberto, der die spannungsarme Partie endgültig entschied.

Roma ist weiterhin Dritter mit einem Punkt Vorsprung auf Juventus. Die Turiner haben allerdings zwei Spiele weniger gespielt. Lazio hat als Siebter noch drei Punkte weniger auf dem Konto als die AS. Am Sonntag kommt es zum nächsten grossen Aufeinandertreffen in der italienischen Liga: Inter Mailand empfängt Juventus. (va)

Himmelblauer Jubel in Rom: Lazio bejubelt den dritten Treffer, erzielt von Luis Alberto (Nummer 10). Leonardo Spiazzola von der AS ist bedient.
Himmelblauer Jubel in Rom: Lazio bejubelt den dritten Treffer, erzielt von Luis Alberto (Nummer 10). Leonardo Spiazzola von der AS ist bedient.
Foto: Ettore Ferrari (Keystone)
Spanischer Supercup: Real verpasst Final

Real Madrid hat den Einzug in den spanischen Supercup-Final verpasst. Die Königlichen verloren am Donnerstag ihren Halbfinal gegen Athletic Bilbao 1:2. Damit treffen die Basken, für die Raúl García doppelt traf (18./38.), am Sonntag im Endspiel Barcelona.

Real war nahezu in Bestbesetzung angetreten. Mehr als das Anschlusstor durch Karim Benzema (73.) sprang für den spanischen Meister aber nicht mehr heraus. (dpa)

Das Tor von Karim Benzema reichte nicht, um Reals Niederlage zu verhindern.
Das Tor von Karim Benzema reichte nicht, um Reals Niederlage zu verhindern.
Foto: Keystone

Premier League: Arsenal erleidet Rückschlag

Nach zuletzt vier siegreichen Wettbewerbsspielen musste Arsenal in der Meisterschaft einen Dämpfer hinnehmen. Die Gunners, bei denen Granit Xhaka durchspielte, kamen zu Hause gegen Crystal Palace nicht über ein 0:0 hinaus.

In einer ereignisarmen Partie hatte die Mannschaft von Mikel Arteta zwar mehr Ballbesitz, zu den besseren Chancen kamen jedoch die Gäste. Kurz vor der Pause scheiterte zuerst James Tomkins an der Latte, ehe Arsenal-Goalie Bernd Leno einen Kopfball von Christian Benteke glänzend parierte. (kai)

Coppa Italia: Freuler siegt mit Atalanta

Atalanta steht im Viertelfinal des italienischen Cups und duelliert sich dort mit Lazio oder Parma. Die Bergamasken, bei denen Remo Freuler bis zur 75. Minute im zentralen Mittelfeld spielte, schlugen Cagliari 3:1. Die Tore für den Champions-League-Achtelfinalisten schossen Alexej Mirantschuk, Luis Muriel und Bosko Sutalo.

Überraschend gescheitert ist Sassuolo, das dem unterklassigen SPAL Ferrara zu Hause 0:2 unterlag. Der Serie-B-Club trifft in der Runde der letzten acht auf Juve. (red)

Französischer Supercup: PSG und Tuchel-Nachfolger Pochettino holen Titel

Der neue Trainer Mauricio Pochettino hat in seinem dritten Spiel als Chefcoach von Paris Saint-Germain den ersten Titel gewonnen. Die Mannschaft des Nachfolgers von Thomas Tuchel setzte sich am Mittwochabend im französischen Supercup mit 2:0 (1:0) gegen Olympique Marseille durch. Mauro Icardi (39. Minute) und der nach seiner Verletzungspause eingewechselte brasilianische Top-Stürmer Neymar (85./Foulelfmeter) erzielten die Treffer für PSG zum achten Supercup-Titel in Serie. Dimitri Payet gelang nur noch das 1:2 (89.).

Um die Supercup-Trophäe spielen normalerweise der Meister und der Pokalsieger. In der vergangenen Saison gewann PSG beide Wettbewerbe, weshalb nun der Vizemeister aus Marseille der Gegner war.

Der Argentinier Pochettino hatte Anfang des Jahres die Nachfolge des früheren Bundesliga-Trainers Tuchel angetreten, der an Weihnachten als Trainer beurlaubt worden war. In seiner ersten Partie in der Liga war er nicht über ein 1:1 bei AS St. Étienne hinausgekommen, die zweite gegen Stade Brest hatte er mit 3:0 gewonnen. (dpa)

Italienischer Cup: Inter im Viertelfinal gegen Milan, Juventus zittert

Mit einem Sieg in der Nachspielzeit hat Inter Mailand den Viertelfinal im italienischen Cup erreicht. Der Tabellenzweite der Serie A setzte sich im Achtelfinal der Coppa Italia am Mittwoch mit 2:1 (1:0) nach Verlängerung gegen den Ligakonkurrenten AC Florenz durch. Im Stadio Artemio Franchi brachte Arturo VIdal (40. Minute) die Gäste aus Mailand durch einen Foulelfmeter in Führung. Christian Kouamé (57.) glich für Florenz aus. Den späten Siegtreffer erzielte Romelu Lukaku (119.). Florenz musste in der Partie auf Franck Ribéry verzichten - er fehlte wegen Knieproblemen. Im Viertelfinal trifft Inter auf den Stadtrivalen AC Mailand.

Im Viertelfinal steht auch Napoli. Der Titelverteidiger gewann sein Spiel gegen den FC Empoli mit 3:2 (2:1). Giovanni di Lorenzo (18.), Hirving Lozano (38.) und Andrea Petagna (76.) trafen für den Titelverteidiger. Empoli gelang zwischenzeitig durch den Schweizer U21-Nationalspieler Nedim Bajrami (33. und 68.) zweimal der Ausgleich.

Zittern um den Finaleinzug musste Juventus Turin. Der Rekordmeister musste gegen Genoa in die Verlängerung, erst dort setzte sich der Favorit mit 3:2 durch. Die Tore für Juventus schossen Kulusevski, Morata und Rafia. (dpa)

Romelu Lukaku schiesst Inter Mailand in den Cup-Viertelfinal gegen Milan. (Foto: Vincenzo Pinto/AFP)

DFB-Pokal: Die Bayern scheitern sensationell in Kiel

Rekordgewinner FC Bayern München ist im DFB-Pokal in der zweiten Runde überraschend ausgeschieden. Der Spitzenreiter der Bundesliga verlor sein Zweitrundenspiel beim Zweitliga-Dritten Holstein Kiel mit 5:6 (2:2, 2:2, 1:1) im Elfmeterschiessen und kassierte erstmals seit 17 Jahren im DFB-Pokal eine Niederlage gegen eine klassentiefere Mannschaft.

Serge Gnabry aus Abseitsposition (14. Minute) und Leroy Sané (48.) per Freistoss trafen in der regulären Spielzeit für die Gäste aus München. Der Aussenseiter aus dem Norden zeigte eine starke Vorstellung und kam durch Fin Bartels (37.) und Hauke Wahl (90.+5) jeweils zum Ausgleich.

In der Verlängerung fielen keine weiteren Treffer, so dass das Elfmeterschiessen die Entscheidung brachte. Nachdem die ersten fünf Schützen beider Teams alle getroffen hatten, hielt Kiels Torwart Ioannis Gelios den Schuss von Marc Rocca – und Bartels verwandelte souverän gegen Nationaltorwart Manuel Neuer.

Enttäuschung im Schneeregen von Kiel: Die Spieler der Bayern nach dem verlorenen Elfmeterschiessen.
Enttäuschung im Schneeregen von Kiel: Die Spieler der Bayern nach dem verlorenen Elfmeterschiessen.

Bayer Leverkusen hat durch einen Sieg im Duell mit Eintracht Frankfurt hingegen den Achtelfinal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz gewann mit 4:1 (1:1) und trifft Anfang Februar auf Rot-Weiss Essen, den letzten verbliebenen Regionalligisten im Wettbewerb. In der vom Dezember verlegten Partie schossen Lucas Alario per Handelfmeter (27.), Edmond Tapsoba (49.) und Moussa Diaby (67./87.) die Tore für die Werkself, die nach einem Treffer von Ex-Nationalspieler Amin Younes (7.) mit 0:1 in Rückstand geraten war. (dpa)

Spanischer Supercup: Barcelona zittert sich zum Sieg

Der FC Barcelona musste im Halbfinal des spanischen Supercups über die volle Distanz gehen, ehe der Sieg gegen Real Sociedad feststand. Das Team rund um Superstar Lionel Messi setzte sich erst im Elfmeterschiessen mit 3:2 durch. In der anderen Halbfinal-Partie empfängt Real Madrid am Donnerstagabend die Mannschaft von Athletic Bilbao. (tmü)

Premier League: Manchester City gewinnt und rückt auf

Manchester City hat in der Premier League den Rückstand auf die Spitzenplätze verkürzt. Der Vizemeister von Star-Trainer Pep Guardiola gewann am Mittwoch gegen Brighton & Hove Albion mit 1:0 (1:0). Im Etihad Stadium in Manchester traf Phil Foden nach Vorbereitung des früheren Bundesliga-Profis Kevin De Bruyne (44. Minute). In der 90. Minute verschoss Raheem Sterling einen Foulelfmeter und vergab die Chance zum möglichen 2:0. Guardiolas Team klettert durch den vierten Premier-League-Sieg in Folge auf den dritten Tabellenplatz. Bei einem Spiel weniger hat Man City (32) einen Punkt Rückstand auf Liverpool und vier auf Spitzenreiter und Stadtrivale Manchester United.

Manchester United besiegte Burnley bereits am Dienstagabend. Der Favorit aus Manchester sicherte sich den Erfolg dank dem Treffer von Paul Pogba in der 71. Minute. Tottenham und Fulham trennten sich 1:1-unentschieden. (tmü/dpa)

Marcus Rashford bejubelt den knappen Sieg von Manchester United. (Bild: Keystone)
Marcus Rashford bejubelt den knappen Sieg von Manchester United. (Bild: Keystone)

Resultate: Sheffield United - Newcastle United 1:0 (0:0). FC Burnley - Manchester United 0:1 (0:0). Wolverhampton Wanderers - FC Everton 1:2 (1:1). Manchester City - Brighton & Hove Albion 1:0 (1:0). Tottenham Hotspur - FC Fulham 1:1 (1:0). — Ranglistenspitze: 1. Manchester United 36. 2. FC Liverpool 33. 3. Manchester City 32. 4. Leicester City 32. 5. Everton 32. 6. Tottenham Hotspur 30.

DPA/Sportredaktion