Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Trendforscherin«Unsere Kinder werden sich in mehreren Realitäten bewegen»

Corona verändert unser Verhalten. Wie werden wir uns künftig treffen, wie Nähe schaffen? Trendforscherin Karin Frick über Gefühle, digitale Doppelgänger und die Zukunft der Museen und Theater.

«Die Emotionalität nimmt eher zu als ab»: Karin Frick, Forschungsleiterin am Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon.
«Die Emotionalität nimmt eher zu als ab»: Karin Frick, Forschungsleiterin am Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon.
Foto: Keystone

Frau Frick, wie wird Social Distancing unser Verhalten verändern?

Berührungsängste nehmen zu: kein Handschlag, keine Küsschen, keine Umarmung zur Begrüssung. Man ist vorsichtiger, aber die Muster der Interaktion bleiben gleich. Vermutlich findet eine ähnliche Entwicklung statt wie bei HIV. Menschen berühren sich weiterhin und haben Geschlechtsverkehr, doch in der Regel schützen sie sich besser.

Sie glauben nicht, dass wir vereinsamen oder emotional verkümmern?

Nein, ich denke, die Emotionalität nimmt eher zu als ab.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.