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Abstimmung im März 2021Unterländer Pflegezentren sollen 16,7 Millionen Franken erhalten

Das Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit soll eine Kapitaleinlage erhalten. Diese müssen alle 20 Trägergemeinden nächstes Jahr an der Urne genehmigen.

Das Pflegezentrum Bächli in Bassersdorf ist eines von mehreren Zentren, welches vom KZU betrieben wird.
Das Pflegezentrum Bächli in Bassersdorf ist eines von mehreren Zentren, welches vom KZU betrieben wird.
Foto: Marc Dahinden

Die Pflegezentren im Unterland sollen mehr Geld bekommen, damit das Pflegeangebot in der Region weiter gewährleistet ist. Die Trägergemeinden des Kompetenzzentrums Pflege und Gesundheit (KZU) haben dazu einen Antrag zur Erhöhung des Dotationskapitals um insgesamt rund 16,7 Millionen Franken gestellt. Nächstes Jahr werden die Stimmberechtigten der Trägergemeinden über den Antrag entscheiden. Wie aus dem dazugehörigen Antrag des Stadrats von Kloten herausgeht, soll das Geschäft am 7. März 2021 an die Urne kommen.

Beim Dotationskapital handelt es sich um das Grundkapital eines Unternehmens der öffentlichen Hand. Dieses wird dem Unternehmen von der Gemeinde oder, wie im Falle der ZKB, dem Kanton zur Verfügung gestellt. Das Dotationskapital des KZU betrug 2011 noch rund 8,8 Millionen Franken, die aus der Liquidation des ehemaligen Zweckverbands (Krankenheimverband Zürcher Unterland) hervorgingen. Per Ende 2019 beträgt das Eigenkapital noch rund 3,9 Millionen Franken. Eine Analyse im Jahr 2017 ergab, dass ein Investitionsbedarf von rund 17 Millionen Franken bis 2028 besteht. Der Anteil von Kloten beläuft sich auf rund 17,5 Prozent. Bei Annahme des Geschäfts müsste Kloten über die nächsten acht Jahre rund 2,9 Millionen Franken in das Kapital des KZU einlegen.

Alle Gemeinden müssen Ja sagen

Damit die Kapitalerhöhung stattfinden kann, bedarf es einer Anpassung des Anstaltsvertrags. Diese setzt die Zustimmung sämtlicher Trägergemeinden voraus, weshalb die Urnenabstimmung in allen Gemeinden zur gleichen Zeit durchgeführt werden muss.

Das KZU ist für den Bau, die Organisation und den Betrieb von Pflegezentren und anderen stationären und ambulanten Pflegeangeboten im Einzugsgebiet seiner Trägergemeinden verantwortlich. Dazu gehören neben Kloten auch Bachenbülach, Bassersdorf, Bülach, Embrach, Freienstein-Teufen, Glattfelden, Hochfelden, Höri, Hüntwangen, Kloten, Lufingen, Niederglatt, Nürensdorf, Oberembrach, Oberglatt, Opfikon, Rorbas, Wil und Winkel. Das Pflegezentrum Bächli in Bassersdorf, das Pflegezentrum Embrach, die Pflegewohnungen in Nürensdorf sowie die Tages- und Nachtklinik in Embrach werden vom KZU betrieben.

red