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Brüssel präsentiert Corona-ExitstrategieUrsula von der Leyen alleine zu Hause

Foto: Reuters

Länder preschen vor

Koordination auch mit der Schweiz

«Ursula von der Leyen ist Aushängeschild und bekanntestes Gesicht der EU, aber sie ist nicht die EU.»

9 Kommentare
    U. von Känel

    Ich halte Ursula von der Leyen für eine fähige EU-Kommissionspräsidentin. Sie bittet die EU-Staaten um Koordination in Bezug auf die Weiterbewältigung der Coronakrise. Es ist zu hoffen, dass sie genug Gehör findet. Aber angesichts der rechtsnationalistischen Strömungen, die in weiten Teilen Europa zugenommen haben, dürfte sie einen schwierigen Stand haben. Aber dass es in der EU schon vorher mit Koordination, z. B. auch in der Flüchtlingskrise, nicht klappen wollte, liegt auch ganz stark an den erwähnten Rechtsnationalisten. Sie verdrängen die Geschichte, dass Rechtsnationalismus vom 2. Weltkrieg an zurück gerechnet, kaum je langfristig eine bewährte Sache war. Jetzt erst recht nicht. Ueberheblicher Nationalismus ist vielseitig gefährlich. Europa inkl. die Schweiz muss kapieren, dass eine "Reduitpolitik" keine gute langfristige Lösung wäre. Sei es in Coronazeiten, sei es in der Zusammenarbeit in der Migrationsfrage, Wirtschaft und Oekologie, sei es in der inneren Stärkung Europas. Zerstrittene Kontinente könnten sonst im weiteren auch eine leichte Beute von Grossmächten werden - langfristig (Russland, China u.s.w.).