Zum Hauptinhalt springen

500 neue WohnungenRekursflut gegen das Projekt Brunaupark

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und rund ein Dutzend weitere Parteien bemängeln, dass Fragen zur Umweltverträglichkeit im Bauentscheid zum Brunaupark ungenügend berücksichtigt worden seien.

Ansicht des Brunaupark-Projekts, von der Giesshübelstrasse aus gesehen.
Ansicht des Brunaupark-Projekts, von der Giesshübelstrasse aus gesehen.
Visualisierung: pd

Das Projekt Brunaupark ist eines der grössten Bauprojekte der Stadt Zürich. Nebst Läden sollen fast 500 neue Wohnungen entstehen. Gegen diese Pläne reichte der VCS Rekurs ein, wie er am Montag mitteilte.

Die Zürcher Sektion des VCS kritisierte, dass im Bauentscheid ein klarer Entscheid zur Umweltverträglichkeit des neuen Projekts fehle. Es sei unter anderem kein Hinweis vorhanden, welche Umwelt- und Verkehrsbelastungen das Projekt erzeugen dürfe.

Neben dem VCS haben der Verein IG Wohnen in Laubegg und elf weitere Parteien gegen die Baubewilligung für den Ersatzneubau Areal Brunaupark Rekurs eingelegt. Dem Baurekursgericht wird die Aufhebung der Baubewilligung wegen gravierender formaler und verschiedener rechtlicher Mängel des Bauvorhabens und des Entscheids der Bausektion des Zürcher Stadtrats beantragt.

Die Rekursschrift der IG Wohnen in Laubegg und der elf Mitstreiter umfasst 85 Seiten. Bemängelt wird unter anderem eine «krasse überhöhte Anzahl von Besucherparkplätzen». Sie stehe gar im Widerspruch zu den Vorgaben der städtischen Parkplatzverordnung. Sodann behaupten die Rekurrenten, das Projekt müsste den Minergie-P-Eco-Standard einhalten, weil eine entsprechend hohe Ausnützung beansprucht werde.

Des Weiteren seien die Bewilligungsvoraussetzungen für eine Arealüberbauung gar nicht erfüllt. Die Hochhäuser würden zu viel Schatten werfen, und in Sachen Lärmschutz sei eine unzulässige Ausnahmebewilligung erteilt worden. Das sind lediglich ein paar der Punkte, welche die Rekurrenten geltend machen.

240 Mieter müssen ausziehen

Die Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) will das grossflächige Wohn- und Ladenareal von Grund auf neu gestalten. Bis auf ein Gebäude sollen alle abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. 240 Mieter müssen deswegen eine neue Wohnung suchen.

Am 10. März 2020 erteilte die Bausektion des Zürcher Stadtrats dem Projekt Brunaupark die Bewilligung.

«Einsprachen sind bei Projekten dieser Grössenordnung üblich. Wir werden diese sichten und stehen zur Verfügung, um im Dialog mit den Rekurrenten tragfähige Lösungen zu erarbeiten», sagt Credit-Suisse-Sprecher Andreas Kern im Namen der Pensionskasse der CS.

Parallel zum baurechtlichen Verfahren sei es weiterhin Ziel der Bauherrschaft mit den betroffenen Wohnungsmietern gute Lösungen zu finden. «Auch uns ist es wichtig, dass möglichst viele, die das wünschen, im Brunaupark bleiben können», sagt Kern. Zum Zeitplan könne man derzeit keine Angaben machen.

Umgebungsplan zum umstrittenen Projekt.
Umgebungsplan zum umstrittenen Projekt.
pd

SDA