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Wohnen im Alter«Viele ältere Menschen haben Angst, an einem solchen Ort zu landen»

«In den Diskussionen ums Alter geht es zu oft um Pflegeleistungen und zu wenig um den Menschen», sagt Buchautorin Rebecca Niederhauser.

Frau Niederhauser, in Ihrem Buch beschreiben Sie eingangs eine Szene in einem Altersheim. Sie besuchen dort mit etwa 18 Ihre Grossmutter, die in einem langen Flur sitzt. Graues Linoleum, Neonlicht, es riecht nach Desinfektionsmittel und Urin. Irgendwo schreit jemand.

Rebecca Niederhauser: Dieser Besuch hat mich während meines ganzen Studiums und danach in meiner Tätigkeit an der Uni Zürich geprägt. Er hat letztlich auch zu meinem Buch geführt.

Ist es in unseren Altersheimen tatsächlich so trist?

Zwischen damals und heute liegen 20 Jahre. Es hat sich vieles verbessert. Dennoch haben noch immer viele ältere Menschen Angst, eines Tages an einem solchen Ort zu landen. Genauso gross ist aber bei vielen auch die Furcht, im grossen Eigenheim zu vereinsamen oder mit der Hausarbeit überfordert zu sein.

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