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Ein Selfie von Jens Homberger«Von Alaska bis nach Patagonien – oder umgekehrt»

Der Unihockeyverteidiger von Erstligist Bassersdorf-Nürensdorf hofft auf eine Neuauflage des Playoff-Finals gegen Bülach in der kommenden Saison. Mit dem Camper würde er gern hinaus in die Natur, Schwalben hingegen kann er nichts abgewinnen.

Der 22-jährige Jens Homberger trinkt vor jedem Spiel mit Bassersdorf-Nürensdorf  einen starken Kaffee – Selbstvertrauen tankt er beim Tischtennis.
Der 22-jährige Jens Homberger trinkt vor jedem Spiel mit Bassersdorf-Nürensdorf einen starken Kaffee – Selbstvertrauen tankt er beim Tischtennis.

Das Coronavirus.

Sicherlich eine grosse Tragödie für viele Personen weltweit. Ich bin froh, dass die Massnahmen in der Schweiz Wirkung gezeigt haben, und hoffe, wir haben das Schlimmste nun hinter uns.

Was ich vor einem Spiel immer mache.

Ich esse vor jedem Spiel Pasta und trinke einen starken Kaffee. Zudem spiele ich bei schlechtem Wetter gern ein «Fifa» gegen Mitspieler Nico Schaffner oder bei gutem Wetter eine Partie Tischtennis gegen meinen Mitbewohner, um etwas Selbstvertrauen zu tanken.

Was ich nach einem Spiel nie auslasse.

Den Zuschauern Hallo zu sagen und beim Auslaufen mit den Mitspielern über das Spiel zu diskutieren.

Was ich besser als meine Mitspieler kann.

Ich gewinne ziemlich viele defensive Zweikämpfe und erziele so Ballgewinne. Aber wir haben viele Verteidiger, die das gut können.

Was ich meinem Trainer mal mitteilen möchte.

Dass er auf die neue Saison hin die Powerplay-Formation überdenken und mir noch einmal eine Chance geben sollte.

Wer mich am meisten beeinflusst hat.

Mein U21-Coach Rolf Pfeiffer. Von ihm konnte ich viel lernen, sowohl auf dem Feld als auch neben dem Feld.

Wen ich bewundere.

Roger Federer. So viele Jahre lang auf höchstem Niveau Tennis zu spielen, finde ich sehr beeindruckend. Sowohl körperlich als auch mental ist das eine riesige Herausforderung.

Was ich überhaupt nicht mag.

Wenn der Schiedsrichter zu viel abpfeift und man dann keinen richtigen Zweikampf mehr führen kann. Das zerstört jeglichen Spielfluss.

Was ich schon immer mal tun wollte.

Mit dem Camper von Alaska bis nach Patagonien reisen oder umgekehrt.

Was ich einem Gegenspieler sage, der mich nervt.

«Cool bliibe, Kolleg!»

Worin ich vorbildlich bin.

Während eines Spiels gebe ich immer 100 Prozent. Egal wer der Gegner ist oder wie der aktuelle Spielstand lautet.

Wann ich meine Fassung verliere.

Bei Schwalben. Die haben im Unihockey nichts verloren.

Was ich an meinem Sport nicht mag.

Die Einteilung der Spieler in Linien führt manchmal dazu, dass man nur noch über die Leistung der einzelnen Linien spricht und weniger über das Team als Ganzes. Bei anderen Teamsportarten wie Fussball, Handball oder Basketball ist das weniger der Fall.

Was ich in diesem Jahr unbedingt erreichen will.

In der kommenden Saison will ich unbedingt noch einmal den Playoff-Final erreichen und ihn dieses Mal auch fertig spielen. Am liebsten würde ich im Final erneut auf Bülach Floorball treffen. Die Bülacher sind diesen Frühling ja dank Corona noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Was ich unbedingt vermeiden sollte.

In der kommenden Saison wieder so viele Torchancen ungenutzt zu lassen. Diesbezüglich muss ich mich unbedingt verbessern.

Mit wem ich gern einen Kaffee trinken würde.

Mit Daniel Koch alias Mister Corona. Seine sachliche, aber zugleich auch zynische Art hat mich in den letzten Monaten beeindruckt und zum Schmunzeln gebracht.

Mit wem ich nie allein in einem Raum sein möchte.

Mit Mitspieler Timo Mächler. Wir kennen uns schon seit Jahren und verstehen uns eigentlich sehr gut, aber wenn wir uns zu viel sehen, dann geraten wir uns früher oder später immer in die Haare. Ein typisches Beispiel von Hassliebe.

Wohin ich das nächste Mal in die Ferien gehe.

Meine Sommerferien verbringe ich dieses Jahr, wohl wie viele andere auch, in der Schweiz. Auch wenn Auslandreisen theoretisch wieder möglich wären, stelle ich mir das mit den Corona-Einschränkungen nicht wirklich gemütlich vor und bleibe in diesem Jahr lieber hier.

Was ich in zehn Jahren machen werde.

Wer weiss das schon. Vielleicht arbeite ich dann, vielleicht bin ich bis dann immer noch an der Universität am Studieren. Aber wenn es mein Körper zulässt und es mir immer noch so viel Freude bereitet, werde ich auf jeden Fall auch in zehn Jahren noch Unihockey spielen.

Wenn ich König der Schweiz wäre, würde ich folgendes Gesetz einführen.

Die 35-Stunden-Arbeitswoche. Während Corona haben wir doch alle gemerkt, dass es auch angenehm sein kann, wenn die Welt etwas entschleunigt wird und man mehr Freizeit hat. Zudem denke ich, dass man durch mehr Erholung und mehr Freizeit auch produktiver wird.

Wenn ich König der Schweiz wäre, würde ich folgendes Gesetz abschaffen.

Die Militärpflicht.