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ZeitreiseVor 20 Jahren holte ein Buchser das «Isebähnli» ins Dorf

Ein ausrangierter Wagen der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn half der lokalen Bevölkerung über das Restaurantvakuum in Buchs hinweg.

Ein halbes Jahr lang bot der alte Eisenbahnwagen in Buchs gastronomische Abwechslung. Dann reiste er weiter.
Ein halbes Jahr lang bot der alte Eisenbahnwagen in Buchs gastronomische Abwechslung. Dann reiste er weiter.
Archivfoto: Keystone

Das Jahr 2001 begann in Buchs mit gastronomischer Leere. Das im Dorf beliebte Restaurant «Brunnenhof» musste umgebaut werden, und im Juni des Vorjahres hatte die «Linde» – der einzige Gasthof mit Versammlungslokalen – ihre Türen für immer geschlossen. Um ein Haar wären die Buchserinnen und Buchser auf der Suche nach Währschaftem nur noch ausserhalb ihres Dorfs fündig geworden.

Wäre da nicht Werner Hofmann gewesen. Denn der Buchser Unternehmer, damaliger Besitzer der «Brunnenhof»-Liegenschaft, gebar das «Isebähnli» als kulinarische Zwischenlösung. Wo über Jahrzehnte der Dorfkiosk gestanden hatte, posierte nun ein 20 Meter langer und 34 Tonnen schwerer grüner Eisenbahnwagen. Gebaut 1913, war der Wagen über Jahre auf der Bern-Lötschberg-Simplon-Linie unterwegs. Bis Werner Hofmann ihn für 8000 Franken kaufte, für nochmals 10’000 Franken nach Buchs transportieren liess und schliesslich für satte 100’000 Franken zum Restaurant umbaute: Die alten Sitzbänke wurden herausgerissen und durch Bistrotische, eine Bar und Küche sowie ein neues WC ersetzt. Am Herd stand niemand anderes als der einstige «Linden»-Koch Roland Weiss.

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