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Keine Fasnacht in BassersdorfVor 55 Jahren bodigte eine Seuche schon einmal das grosse Narrenfest

Erstmals seit der Gründung des lokalen Fasnachtskomitees fällt in Bassersdorf die komplette Fasnacht flach. Ebenfalls wegen einer hochansteckenden Krankheit fiel 1966 schon einmal der grosse Umzug aus.

Solche Szenen wird es in der bevorstehenden Fasnachtszeit mit Sicherheit nicht geben: Maskengruppe auf ihrem Wagen – einem Märchenschloss –  am grossen Umzug vor weit über 10’000 Schaulustigen in Bassersdorf am 3. März 2019.
Solche Szenen wird es in der bevorstehenden Fasnachtszeit mit Sicherheit nicht geben: Maskengruppe auf ihrem Wagen – einem Märchenschloss – am grossen Umzug vor weit über 10’000 Schaulustigen in Bassersdorf am 3. März 2019.
Archivfoto: Fasnachtskomitee Bassersdorf; Fakoba

In der Fasnachtshochburg Bassersdorf liess man sich das Maskentreiben nie gänzlich nehmen. Kriegswirren und Weltwirtschaftskrisen drückten zwar öfter auf die Stimmung, aber konnten den Narrengeist nicht aus dem Glattaler Dorf zu vertreiben. Erst einmal, 1966, musste der grosse Umzug gestrichen werden.

Eine im Boden eingelassene Metallplakette am Bassersdorfer «Fasnachtswegli» zeugt von der «ersten und einzigen Absage des Bassersdorfer Umzugs» von 1966.
Eine im Boden eingelassene Metallplakette am Bassersdorfer «Fasnachtswegli» zeugt von der «ersten und einzigen Absage des Bassersdorfer Umzugs» von 1966.
Foto: Chr. Wüthrich

Seit der Gründung des Fasnachtskomitees von Bassersdorf Fakoba im Jahr 1956 ist es noch nie vorgekommen, dass – so wie 2021 – die ganze fünftägige Dorffasnacht komplett ausfiel. Schuld für die damalige Absage des sonntäglichen Höhepunkts vor 55 Jahren war, ähnlich wie heute, ein Virus: «Damals war es wegen der Maul- und Klauenseuche», erklärt Rolf Zemp, oberster Vertreter des Fakoba. Die Absage hatte – wie heute – mit der unkontrollierten Ausbreitung aggressiver Keime zu tun.

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