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Interview mit Taskforce-LeiterHerr Ackermann, sollen die Restaurants nun schliessen?

Die Anti-Corona-Massnahmen sollen noch strenger werden. Martin Ackermann nimmt Stellung zu den widersprüchlichen Forderungen der Wissenschaftler.

«Temporäre Schliessungen bleiben eine Option»: Taskforce-Chef Martin Ackermann.
«Temporäre Schliessungen bleiben eine Option»: Taskforce-Chef Martin Ackermann.
Foto: Michele Limina

In der neusten Lagebeurteilung empfiehlt die Taskforce sofort zusätzliche Massnahmen wie die Schliessung der Restaurants, Bars und Sporthallen umzusetzen. Sie schreibt: «Abzuwarten, ob die bestehenden Massnahmen ihre volle Wirkung tatsächlich entwickeln, würde zum jetzigen Zeitpunkt nur die möglichen Risiken in Bezug auf die physische und psychische Gesundheit, den Verlust von Menschenleben sowie die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen erhöhen.»

Herr Ackermann, Mitglieder der Taskforce sagen uns, dass die Taskforce diese Schliessungen nur empfiehlt für den Fall, dass das Zwischenziel einer Halbierung der derzeitigen Zahlen in ein oder zwei Wochen nicht erreicht werde. Was gilt jetzt?

Unser Lagebericht schlägt ein Ziel für die Schweiz vor: dass wir die Fallzahlen alle zwei Wochen halbieren. Wenn wir das schaffen, kommen wir rasch aus der – wie ich sie nenne – Risikozone. Wir sehen Anzeichen dafür, dass die Fallzahlen zurückgehen. Aber wir sehen noch nicht, dass sie schnell genug zurückgehen. Mit der aktuell geschätzten Reproduktionszahl würde es rund fünf Monate dauern, bis die Fallzahlen unter 500 sind. Das ist zu langsam.

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