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Rezension: Wer sind wir?Was uns zum Menschen macht

Was unterscheidet uns vom Tier? Diese Frage treibt den Forscher  Michael Tomasello um.

Kontroverse reisst nicht ab

Der neunte Lebensmonat ist entscheidend

Tomasello gelingt es, Einzelforschungen zu einem Gesamtentwurf zusammenzufügen, der mehr ist als die Summe seiner Teile.

Riesiger Forschungsfundus

Für eine differenzierte Entwicklungspsychologie

26 Kommentare
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    Stephan Lehmann

    "bezieht der Psychologe Michael Tomasello in dieser Diskussion klar Stellung: Der Mensch ist ein Tier, und gleichzeitig ist er einzigartig."

    Ja, das stimmt. Aber auch der Orang-Utan oder die Katze oder das Rind sind Tiere und gleichzeitig einzigartig. Im Verlauf der letzten paar tausend Jahre hat unsere spezifische Andersartigkeit zu einer wertenden Kluft gegenüber unseren tierischen Mitgeschöpfen geführt, die so tief reicht, dass oft sämtliche Verbindung abbrach, dass "intelligente" Menschen den Tieren augenfälligste seelische und geistige Qualitäten wie Gefühle oder Bewusstsein absprachen und die heute unseren Umgang vor allem mit "Nutztieren" als Massenware bestimmt. Darin fehlt ironischerweise gerade die oft als spezifisch menschlich hervorgehobene Fähigkeit der Empathie.

    Die wertende Haltung und das resultierende Überlegenheitsgefühl sind tief in uns verankert und es ist ein äusserst lohnendes Unterfangen, sich im eigenen Bewusstsein auf die Suche danach zu machen und diese zu transformieren.

    Eine radikale Gleichwertigkeit der Lebensformen ist, wenn auch praktisch nicht

    durchführbar, so doch weltempfindend das wirksamste Korrektiv zur den unglaublich destruktiven Auswirkungen unserer derzeitigen, kollektiven Lebensweise und Weltsicht.