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Bezirksgericht WinterthurWegen Polizei-Fehler: Mann von sexueller Nötigung freigesprochen

Ein Betreuer an einer Winterthurer Privatschule wurde der sexuellen Nötigung eines 5-jährigen Mädchens beschuldigt. Weil die Polizei das Mädchen zu suggestiv befragte, hat das Gericht ihn nun freigesprochen.

Weil die Polizei bei der Befragung eines 5-jährigen Mädchens falsch vorging, waren dessen Aussagen als Beweismittel unbrauchbar.
Weil die Polizei bei der Befragung eines 5-jährigen Mädchens falsch vorging, waren dessen Aussagen als Beweismittel unbrauchbar.
Foto: Thomas Egli

Ein Mann musste am Mittwoch beim Bezirksgericht Winterthur erscheinen, weil er ein Mädchen mehrfach sexuell genötigt haben soll. Die Verhandlung war schon abgeschlossen, die Anwesenden warteten angespannt auf das Urteil. «Nicht schuldig – Freispruch», verlas die Gerichtsassistentin. Der Vater des Mädchens verliess noch während sie das sagte den Raum und liess die Tür hinter sich zuknallen.

Die Übergriffe sollen sich im Mai und Juni 2019 ereignet haben. Das Mädchen besuchte damals den Kindergarten einer Winterthurer Privatschule, der Beschuldigte arbeitete dort als Betreuer. Beim ersten Vorfall habe er die damals 5-Jährige mit in den Fitnessraum genommen und die Tür abgeschlossen.

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