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«Ein rechtlich schwieriger Fall»Wegen Tierquälerei verurteilter Tierarzt wird vom Obergericht freigesprochen

«Ich bin kein Tierquäler», stellte der Tierarzt aus dem Unterland immer wieder klar. Das Obergericht sieht das gleich und glaubt nicht, dass der 64-Jährige ein verletztes, hochträchtiges Rind unnötigen Qualen aussetzte.

Ein Tierarzt aus dem Unterland liess ein verletztes Rind von einem Bauernhof zum nahe gelegenen Schlachthof in Glattfelden transportieren. Ein Entscheid mit unerwarteten Folgen.
Ein Tierarzt aus dem Unterland liess ein verletztes Rind von einem Bauernhof zum nahe gelegenen Schlachthof in Glattfelden transportieren. Ein Entscheid mit unerwarteten Folgen.
Foto: Leo Wyden

Es geschieht kurz vor Weihnachten: Auf einem Bauernhof im Unterland ist ein hochträchtiges Rind ausgerutscht und kann nicht mehr aufstehen. Der Bauer entscheidet sich, den Tierarzt seines Vertrauens herbeizurufen. Der erfahrene Veterinärmediziner stellt schnell die Verdachtsdiagnose: Becken- oder Oberschenkelfraktur. Damit ist klar: Das festliegende Rind hat keinerlei Überlebenschancen. Der Tierarzt entscheidet, das Rind in den rund 25 Minuten entfernten Schlachthof nach Glattfelden zu transportieren. Dort wird es per Bolzenschuss betäubt, entblutet, das Kalb per Kaiserschnitt gerettet und das Fleisch bereitgestellt.

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