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Weinländer zeigen Wut und Wohlwollen

Der Besuch von Bundesrätin Doris Leuthard machte den Weinländer Widerstand gegen ein Endlager sichtbar. Die Ministerin merkte davon wenig: Sie nutzte einen Seiteneingang und erhielt dort ein Geschenk, das es in sich hat.

Die einen protestieren, andere reagieren gelassen auf die Pläne, im Weinland allenfalls ein Lager für radioaktiven Abfall zu bauen.
Die einen protestieren, andere reagieren gelassen auf die Pläne, im Weinland allenfalls ein Lager für radioaktiven Abfall zu bauen.
Heinz Diener

Jürg Rasi wirkt angespannt. Der Landwirt steht am Mittwochabend in der Dunkelheit vor der Mehrzweckhalle Mar­tha­len und wartet auf Bundesrätin Doris Leuthard. Er will ihr ein Geschenk überreichen, weiss aber nicht, wo sie ankommt. Polizisten wollen es ihm nicht verraten.

Rasi ist nicht alleine gekommen. Hinter ihm sind die Umrisse von Traktoren sichtbar. Eine Gruppe Männer steht davor. Alle schweigen, keiner lächelt. Der Besuch von Doris Leuthard hat ihnen vor Augen geführt, dass es bei der Suche nach einem Lager für Atommüll langsam konkret wird. Dies, obschon es bis zu einem Entscheid über ein mögliches Tiefenlager im Weinland noch einige Jahre dauern wird (Box).

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