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«Micro»Westschweizer Zeitung gibt wegen Corona auf

Die Zeitung verstand sich als Medium zum Teilen. Doch wegen der Pandemie war die Veröffentlichung schon seit März ausgesetzt worden. Nun ist ganz Schluss.

«Micro» gab es seit etwas mehr als einem Jahr. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
«Micro» gab es seit etwas mehr als einem Jahr. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
KEYSTONE/Jean-Christophe Bott
Die Zeitung musste nun den Betrieb einstellen. Ein Medium zum Teilen sei in der derzeitigen Situation nicht mehr möglich.
Die Zeitung musste nun den Betrieb einstellen. Ein Medium zum Teilen sei in der derzeitigen Situation nicht mehr möglich.
KEYSTONE/Laurent Gillieron
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Die erst vor Kurzem ins Leben gerufene Westschweizer Wochenpublikation «Micro» wird ihren Betrieb einstellen. Dies gaben die Herausgeber in der Nacht auf Montag bekannt.

Als Grund geben die Verantwortlichen die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an. Die Covid-19-Pandemie habe die Hauptkunden des Titels stark betroffen: Cafés, Arztpraxen, Friseursalons und Cafés, hiess es weiter im Communiqué. Unter diesen Umständen sei es unmöglich, die Veröffentlichung wieder aufzunehmen.

Daher werde man am kommenden Sonntag die Veröffentlichung einstellen. Eine letzte Ausgabe ist laut den Angaben für Samstag geplant.

Umfeld «sehr kompliziert»

Die Veröffentlichung in Papierform war bereits seit dem 17. März ausgesetzt worden, nachdem der Bundesrat die Coronavirus-Massnahmen erlassen hatte. Das Konzept der Zeitung, die aus ökologischen Gründen eigens als Blatt zum Teilen ins Leben gerufen worden war, sei im aktuellen Coronavirus-Kontext «sehr kompliziert» geworden, fügte «Micro» hinzu.

Die Herausgeber würden alle im Jahr 2020 abgeschlossenen Abonnements erstatten und zwei Spenden in Höhe von jeweils 10'000 Franken an die satirische Zeitung «Vigousse» und an die Online-Medien La Torche 2.0 vornehmen, hiess es weiter.

SDA