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Kommentar zur KrimiserieWie Kommissarinnen den «Tatort» verändern

Kauzig, etwas älter und männlich. So sahen lange die typischen TV-Ermittler aus. Heute sind sie vorzugsweise weiblich und gehören einer gesellschaftlichen Minderheit an.

Gemeinsam auf Verbrecherjagd: Kriminalkommissarinnen Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) und Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) in Göttingen.
Gemeinsam auf Verbrecherjagd: Kriminalkommissarinnen Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) und Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) in Göttingen.
Foto: Frizzi Kurkhaus (SRF/NDR)
Zweisprachiges Frauenteam: Kommissarinnen Isabelle Grandjean (Anna Pieri, l.) und Tessa Ott (Carol Schuler) im Zürcher «Tatort».
Zweisprachiges Frauenteam: Kommissarinnen Isabelle Grandjean (Anna Pieri, l.) und Tessa Ott (Carol Schuler) im Zürcher «Tatort».
Foto: Sava Hlavacek/SRF
Sexuelle Präferenz als Thema: Liz Ritschard (Delia Mayer) im Luzerner «Tatort».
Sexuelle Präferenz als Thema: Liz Ritschard (Delia Mayer) im Luzerner «Tatort».
Foto:  SRF/Daniel Winkler
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Um dem Schweizer «Tatort» Schub zu verleihen, hatten die Macher 2013 einen besonderen Einfall: Sie liessen Kommissarin Liz Ritschard (Delia Mayer) ein Techtelmechtel mit einer Frau haben. Sie sei bisexuell, so die Erklärung – ein Novum in der traditionsreichen Krimiserie. Ein männlicher Ermittler mit gleichgeschlechtlicher Präferenz folgte erst zwei Jahre später in Berlin.

Liz Ritschard ist nicht die einzige Frau, die im «Tatort» eine pionierhafte Rolle hatte. Die erste dunkelhäutige Person in einem Ermittlerteam war Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) in Göttingen 2019. Ebenfalls einen aussergewöhnlichen Hintergrund hat die Kommissarin des Berliner Teams: Sie ist Jüdin, was auch stets betont wird.

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