Zum Hauptinhalt springen

Der Trick für die Pandemie-DebatteWie man Corona-Besserwisser zum Schweigen bringt

Aufstand gegen die Corona-Massnahmen: Auf dem Zürcher Sechseläutenplatz  verschafften sich im Frühling Demonstrantinnen Gehör, die keinen Lockdown wollten.
146 Kommentare
    Markus Roth

    Ich habe auch kein Gehör für Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker oder Neofaschisten, aber leben wir nicht in einem Land mit Meinungsfreiheit? Ich würde nie in meinem Leben die SVP wählen, denke ich deswegen, dass die, welche es tun, keine Stimme haben sollen? Als Wissenschatler ist mir auch bewusst, dass auch disziplinsintern über gewisse Themen unterschiedliche Meinungen existieren und dass ein Paper ein anderes negiert oder wenigstens in Frage stellen kann.

    Ich frage mich dann auch: wieviel mehr Erfahrung und Wissen hat ein Journalist gegenüber einem Leser, der sich mit der Materie befasst - wenn nicht beruflich, dann doch im Hobbybereich und das soll nicht unterschätzt werden? Gutes Beispiel: Ressort Kultur.

    Auch die "Fachleute", welche hier oder in anderen Zeitungen zu Wort kommen, sind auserlesen, damit sie die Meinung der Redaktion oder wenigstens des zuständigen Journalisten möglichst wiederspiegeln. 1000 Wissenschaftler, 1000 Meinungen - das ist ein Fakt, da muss man nur die "richtigen" über Monate rauspicken und die Meinungsbildung ist perfekt. Ob diese einseitige Recherche jedoch auf allgemeinen Zuspruch stösst, würde ich bezweifeln; man kann das auch in den Kommentarspalten überprüfen: Z.B. in der Tagi-Coronadiskussion fühlen sich die Pessimisten in ihrer Meinung bestätigt. Leute, welche das Licht am Ende des Tunnels sehen wollen, sind verängstigt oder haben resigniert und Leser mit einer holistischen Sichtweise schütteln den Kopf. Meinungsfreiheit ist wichtig!