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Wie von Geisterhand gesteuert

In der Nacht zum Montag wurde im Bahnhof Rapperswil ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen. Rund 100 Mitarbeiter standen dafür während fünf Stunden im Einsatz.

Der alte Stelltisch?im Bahnhof Rapperswil hat ausgedient. Montagnacht hat Zugverkehrsleiter Markus Thalmann von hier aus ein letztes Mal die Signale und Weichen gestellt.
Der alte Stelltisch?im Bahnhof Rapperswil hat ausgedient. Montagnacht hat Zugverkehrsleiter Markus Thalmann von hier aus ein letztes Mal die Signale und Weichen gestellt.
Istvan Nagy
Ende einer alten Technik:?Das Stellwerk wird für immer abgestellt.
Ende einer alten Technik:?Das Stellwerk wird für immer abgestellt.
Istvan Nagy
In einem Nachteinsatz?wurden am Bahnhof Rapperswil über 160 alte Signale abmontiert.
In einem Nachteinsatz?wurden am Bahnhof Rapperswil über 160 alte Signale abmontiert.
Istvan Nagy
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Bereits kurz vor Mitternacht herrscht im Bahnhof Rapperswil Hochbetrieb. Rund 100 Mitarbeiter der SBB und der Lieferantenfirmen für die neue Stellwerk- und Leittechnik machen sich bereit für den nächtlichen Einsatz. Jeder weiss genau, wann er wo welche Arbeit zu erledigen hat. Ein über 100-seitiges Drehbuch beschreibt jeden einzelnen Schritt der Umstellung auf das neue elektronische Stellwerk. «Dafür muss der ganze Bahnbetrieb für einige Stunden ruhen», erklärt Projektleiter Oliver Lechmann. «Ab Montagmorgen steu­ert dann die Betriebszentale Ost in Kloten den ganzen Bahnhof aus der Ferne.»Zugverkehrsleiter Markus Thalmann befindet sich an seinem Arbeitsplatz neben dem Perron auf Gleis 1 am Stelltisch. Von dort aus wird er diese Nacht zum letzten Mal Signale und Weichen direkt vom Bahnhof aus ansteuern. Denn das alte Stellwerk aus den Siebzigerjahren hat ausgedient. Kurz nach Mitternacht gibt Thalmann für die letzten Züge nach Pfäffikon und Schmerikon die Strecke frei und drückt dafür die entsprechend notwendigen Knöpfe. Die Lampen leuchten ein letztes Mal auf der grossen Wand und zeigen an, dass die Züge den Bahnhof verlassen. Etwas wehmütig nehmen einige Mitarbeiter vom Fahrdienst Abschied von der alten Bahntechnik. Das Stellwerk wird für immer abgestellt.

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