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Glosse zum Schweizer HochdeutschWie wir die Deutschen verblüffen

«Schön, sind Sie da.» «Das Kind ist dreijährig.» Schulreise, Traktanden, Ende Woche: Alles Wendungen und Wörter, die Deutschsprachige von jenseits der Grenze erstaunlich finden. Und wir sind uns dessen oft nicht einmal bewusst.

Online-Werbung der Airline Swiss. Schön, liest man mal wieder urchiges Deutsch.
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Foto: PD

Margarete Stokowski wundert sich auf Twitter über die Schweiz, genauer über eine hierzulande kursierende grammatikalische Besonderheit. Am Flughafen Zürich begrüsst die Swiss Rückkehrer aus dem Ausland mit dem Satz: «Grüezi Welt. Schön, bist du zurück.» Dazu schreibt die deutsche Autorin und «Spiegel»-Kolumnistin: «Ich mag so, dass die Schweiz diese weirde Satzkonstruktion hat, will, dass alle das so machen schön, habt ihr diese Grammatik, warum lieb ich das so, völlig unklar.»

Weirde Satzkonstruktion (von weird, englisch für sonderbar, bizarr)? Als ich den Begrüssungssatz der Swiss heute an der Redaktionskonferenz den Kolleginnen und Kollegen vorlas, fand niemand, dass daran irgendetwas «weird» sei. Aber offensichtlich muss das in richtigem Hochdeutsch heissen: «Schön, dass du zurück bist.» Und offensichtlich klingt die Schweizer Variante in deutschen Ohren, zumindest in jenen von Stokowski, zwar anregend, aber auch seltsam.

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