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Interview mit Marcel Salathé«Wir sind nach wie vor im Blindflug»

Wir wissen noch immer nicht, wo wir uns anstecken. Der Epidemiologe Marcel Salathé sagt, dass darum in der Schweiz kaum eine sinnvolle Lockerungsstrategie beschlossen werden kann.

Der Basler Epidemiologe Marcel Salathé (46) ist Assistenzprofessor an der ETH Lausanne und Mitglied der Science-Taskforce.
Der Basler Epidemiologe Marcel Salathé (46) ist Assistenzprofessor an der ETH Lausanne und Mitglied der Science-Taskforce.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Herr Salathé, für wie realistisch halten Sie ein Ende des Lockdown am 28. Februar?

Wir sind leider in einer Situation mit vielen Unbekannten. Wir wissen zwar, dass sich die mutierten Viren immer stärker in der Schweiz ausbreiten – allerdings kennen wir noch nicht alle Eigenschaften dieser Varianten. Dazu kommt ein Problem, das mich persönlich stark umtreibt: Die Datenlage zur Pandemie ist in der Schweiz auch nach einem Jahr noch ungenügend. Auf dieser Basis eine Exit-Strategie formulieren zu müssen, ist für Politik und Verwaltung keine leichte Aufgabe.

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