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Trump-Pressekonferenz«Ich denke nicht daran, die Wahlen zu verschieben»

Der US-Präsident Donald Trump ist überzeugt, dass China die Corona-Pandemie hätte aufhalten können. Über Kim Jong-un könne er nicht sprechen und der US-Wirtschaft gehe es bald «phänomenal».

«Das Virus hätte am Entstehungsort gestoppt werden können»: US-Präsident Donald Trump. (27. April 2020)
«Das Virus hätte am Entstehungsort gestoppt werden können»: US-Präsident Donald Trump. (27. April 2020)
Keystone/Alex Brandon
Soll gesagt haben, Trump wolle den Wahltermin verschieben: US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden. (Archivbild)
Soll gesagt haben, Trump wolle den Wahltermin verschieben: US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden. (Archivbild)
Keystone
Es sehe so aus, dass das Virus junge Menschen nicht stark betreffe, sagt der US-Präsident.
Es sehe so aus, dass das Virus junge Menschen nicht stark betreffe, sagt der US-Präsident.
Keystone/Alex Brandon
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US-Präsident Donald Trump hat Spekulationen seines Rivalen Joe Biden über eine mögliche Verschiebung des Termins für die Präsidentschaftswahl wegen der Coronavirus-Krise zurückgewiesen. «Ich habe nie auch nur daran gedacht, den Wahltermin zu verschieben.»

Biden hatte nach Angaben von Journalisten bei einer virtuellen Versammlung zum Spendensammeln am vergangenen Donnerstag gesagt, er glaube, Trump wolle den Wahltermin nach hinten verschieben, weil er denke, dass er nur so gewinnen könne. Biden ist nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders der einzige verbliebene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten.

Schweigen zu Nordkorea

US-Präsident Trump hofft ausserdem, dass es dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un gut gehe. Er habe eine «sehr gute Idee» darüber, wie es Kim gehe, «aber ich kann jetzt nicht darüber reden», sagte Trump bei der Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses weiter. «Ich wünsche ihm einfach alles Gute. Ich hoffe, es geht ihm gut», betonte Trump. Später sagte er mit Blick auf Kim weiter: «Niemand weiss, wo er ist.»

Kim ist seit Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Seitdem gibt es Gerüchte, dass er schwerkrank ist. Trump hatte vergangene Woche Berichte über den angeblich kritischen Zustand des jungen Machthabers als wahrscheinlich falsch bezeichnet. Nordkorea ist weitgehend von der Aussenwelt isoliert, weshalb es an gesicherten Informationen zur dortigen Lage mangelt.

Kritik an China

Trump blickt mit Optimismus auf die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes in der zweiten Jahreshälfte. Dies machte Trump ebenfalls bei der Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses deutlich. «Ich denke, wir werden ein phänomenales drittes Quartal haben», sagte Trump. Das vierte Quartal und das kommende Jahr würden zudem phänomenal, meinte Trump.

Trump hält weiterhin an seiner Überzeugung fest, dass China die Coronavirus-Pandemie hätte verhindern können. «Wir führen sehr ernste Untersuchungen durch. Wir sind nicht glücklich mit China. Wir glauben, dass es an seinem Entstehungsort hätte gestoppt werden können. Es hätte ganz schnell eingedämmt werden können und damit hätte es sich nicht auf der ganzen Welt ausgebreitet», sagte am Montag. Es gebe «viele Möglichkeiten, sie zur Rechenschaft zu ziehen.»

Schulöffnungen

In Bezug auf mögliche Lockerungsmassnahmen in den USA geht Trump davon aus,
dass bald viele Schulen wieder öffnen könnten, auch wenn es nur
noch wenige Wochen bis zu den Ferien seien. Als Begründung führt
er an, dass es so aussehe, dass das Virus junge Menschen nicht
stark betreffe. Alle Teile des Landes seien in Bezug auf die
Infektionszahlen in «guter Verfassung» oder würden sich zum
Besseren entwickeln.

SDA